Wärmepumpe: Alle Infos im Überblick

Wärmepumpen-Ratgeber
Ihre alte Öl- oder Gasheizung hat langsam ausgedient oder planen Sie einen Neubau? Lohnt sich eine Wärmepumpe für Ihr Zuhause? Alle Antworten zur Funktionsweise, Kosten und Förderung 2026 hier in unserem Ratgeber.
Was ist eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe nutzt Energie aus der Umwelt, um Gebäude zu heizen und Warmwasser zu erzeugen. Statt fossile Brennstoffe zu verbrennen, gewinnt sie Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und hebt deren Temperaturniveau über einen Kältekreislauf an. Aus 1 kWh Strom entstehen in der Praxis etwa 3 bis 5 kWh Wärmeenergie. Moderne Anlagen erreichen damit Wirkungsgrade von 300 Prozent bis 500 Prozent. Der größte Teil der erzeugten Wärme stammt dabei aus der Umwelt. Dadurch gelten sie als besonders energieeffiziente und klimafreundliche Heiztechnologie. Wird der benötigte Strom aus erneuerbaren Energiequellen bezogen – beispielsweise über eine eigene Photovoltaik-Anlage oder über Ökostrom aus dem Netz – kann eine Wärmepumpe nahezu CO₂-neutral betrieben werden.
Seit 50 Jahren entwickeln und fertigen wir von STIEBEL ELTRON-Wärmepumpen. Was haben Sie davon? Seit 50 Jahren werden wir jeden Tag besser. Wir sammeln Betriebsdaten unserer Produkte, werten sie aus und füttern unsere Wissensdatenbank jeden Tag mit neuen Informationen. Alles beginnt am Computer, es beginnt mit der Erstellung eines CAD-Modells der Wärmepumpe, das dann die Basis für Simulationsrechnung ist. In den Laboren in Holzminden optimieren wir schrittweise das fertige Produkt, um am Ende die beste Wärmepumpe zu bauen, die wir bauen können. Anschließend dürfen sich unsere Wärmepumpen im Feldtest bewähren. Besteht die Wärmepumpenserie diesen Feldtest und ist robust, sicher, zuverlässig, langlebig und effizient? Dann erst darf die Wärmepumpe schließlich bei Ihnen zuhause einziehen.
Moderne Wärmepumpen von STIEBEL ELTRON sind wahre Multitalente – sie können nicht nur effizient heizen, sondern übernehmen je nach Modell auch weitere Funktionen:
- Kühlung: Viele unserer Modelle heizen im Winter und kühlen im Sommer über die Fußbodenheizung.
- Warmwasser: Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole-Wasser-Wärmepumpen oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen versorgen neben der Heizung auch Küche und Bad zuverlässig mit warmem Wasser. Warmwasser-Wärmepumpen sind dagegen nur für die Brauchwassererwärmung ausgelegt.
- Lüftung: STIEBEL ELTRON Integralgeräte sorgen für frische Luft in Ihrem Zuhause und vereinen zudem Heizen, Warmwasser bereiten und optional auch Kühlen in einer Anlage.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Das Funktionsprinzip einer Wärmepumpe ähnelt dem eines Kühlschranks – nur umgekehrt. Ein Kältemittel zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf und transportiert Umweltwärme in das Heizsystem des Gebäudes. Der Prozess läuft in vier Schritten ab: Verdampfen im Verdampfer, Verdichten im Kompressor, Verflüssigen im Kondensator und Entspannen im Expansionsventil.
- Verdampfen: Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Erde oder Grundwasser) Wärmeenergie. Dieses geschieht über den Verdampfer, in dem das Kältemittel seinen Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig verändert. Denn das Kältemittel hat einen niedrigen Siedepunkt und verdampft bereits bei geringen Temperaturen. Es nimmt die Wärmeenergie aus der Wärmequelle auf und wird gasförmig.
- Verdichten: Dann kommt der Kompressor (Verdichter) ins Spiel. Er presst das gasförmige Kältemittel zusammen. Durch den erhöhten Druck beim Verdichten steigt die Temperatur des Gases an. Das Temperaturniveau wird auf das benötigte Niveau für die Wärmeabgabe an das Heizsystem gehoben.
- Verflüssigen: Das nun heiße Gas strömt durch einen zweiten Wärmetauscher, dem Kondensator. Dort gibt es seine Wärme an den Heizungskreislauf ab und wird wieder flüssig.
- Entspannen: Das flüssige Kältemittel steht noch unter hohem Druck. Es fließt durch ein Expansionsventil. Hinter dem Ventil ist der Druck wieder reduziert und das Kältemittel ist bereit, im Verdampfer wieder Energie aus der Umwelt aufzunehmen. Nun kann der Kreislauf von vorne beginnen.
Eine Wärmepumpe entzieht selbst bei Minusgraden Wärme aus der Luft oder dem Erdreich und nutzt ein spezielles Kältemittel. Das Kältemittel verdampft und wird über den Kältekreislauf komprimiert. So liefert die Anlage effizient Heizwärme, Warmwasser und bei modernen Systemen sogar Kühlung.
Um das Prinzip zu verstehen, muss man Wärmeenergie auf physikalischer Ebene betrachten. Physikalisch gesehen existiert Wärmeenergie immer dann, wenn sich Atome und Moleküle bewegen. Diese Bewegung stoppt erst am absoluten Nullpunkt bei −273,15 °C (oder 0 Kelvin).
Entscheidend dabei ist, dass das Kältemittel kälter als die Wärmequelle (z. B. die Außenluft) ist und schon bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft. So kann das Kältemittel selbst bei Minusgraden noch Wärmeenergie aus der Wärmequelle aufnehmen.
Allerdings gilt: Je geringer die Differenz zwischen der Temperatur der Wärmequelle (z. B. der Außenluft) und dem Heizsystem (Vorlauftemperatur), desto effizienter arbeitet die Anlage. Je geringer dieser Temperaturunterschied ist, desto weniger stark muss das Kältemittel verdichtet werden, um das erforderliche Temperaturniveau für das Heizsystem zu erreichen, wodurch der Stromverbrauch des Kompressors sinkt.
Im Jahresverlauf kann die Effizienz einer Wärmepumpe in Abhängigkeit zur Wärmequelle und zum Modell schwanken. Während die Außentemperatur in unseren Breitengraden über das Jahr stark schwankt, bleibt die Temperatur im Erdreich ab einer bestimmten Tiefe auf einem relativ konstanten Niveau über dem Gefrierpunkt.
Woraus besteht eine Wärmepumpenheizung?
Dies ist der Teil der Anlage, der die Umweltenergie aus der Wärmequelle in den Kältekreislauf führt. Je nachdem, welche Wärmequelle genutzt wird, ist dieser Teil unterschiedlich beschaffen:
- Luft: Oft eine Außeneinheit mit Ventilator.
- Erdreich: Erdsonden (tiefe Bohrungen) oder Erdkollektoren.
- Grundwasser: Ein Brunnen-System mit Saug- und Sickerbrunnen.
Das Verteil- und Speichersystem sorgt dafür, dass die gewonnene Wärme genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird – oder für später bereitsteht:
- Das Verteilsystem: Die Rohre und die eigentlichen Heizflächen, z. B. Flächenheizungen (wie eine Fußbodenheizung) oder Heizkörper.
- Speichersysteme: Der Warmwasserspeicher (Trinkwasser) und ggf. ein Pufferspeicher (Heizwasser).
Wie effizient ist eine Wärmepumpe?
Die Effizienz einer Wärmepumpe zeigt, wie viel Wärmeenergie sie aus einer Kilowattstunde Strom erzeugen kann. Dabei nutzt sie nicht nur Strom als Energiequelle, sondern gewinnt zusätzlich Umweltenergie aus Luft, Erdreich oder Grundwasser. Das Ergebnis: Aus wenig Strom wird ein Vielfaches an Heizwärme – ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Heizsystemen.
In der Regel erreichen Erdwärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen die höchsten Effizienzwerte, da ihre Wärmequellen besonders konstant sind. Dank ihrer hohen Effizienz – ausgedrückt durch den sogenannten Seasonal Coefficient of Performance (SCOP) – können moderne Wärmepumpen deutlich mehr Wärmeenergie bereitstellen, als sie an elektrischer Energie benötigen. Im Vergleich zu Heizsystemen auf Basis fossiler Brennstoffe lassen sich dadurch sowohl Energiekosten als auch CO₂-Emissionen deutlich reduzieren. Wie hoch der SCOP Ihres gewünschten Wärmepumpen-Modells ist, können Sie auf dem technischen Datenblatt ablesen. Sie finden es in unserem Produktkatalog.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt die tatsächliche Effizienz einer Wärmepumpe über ein ganzes Jahr. Sie zeigt, wie viel Heizwärme im Verhältnis zum eingesetzten Strom wirklich erzeugt wird.
Die JAZ hängt von mehreren Faktoren ab:
- Vorlauftemperatur der Heizung
- Dämmstandard des Gebäudes
- Art der Wärmequelle (Luft, Erde, Wasser)
- Klimatische Bedingungen
Je höher die JAZ, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe im Alltag.
Beispiel:
Eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 5 bei einer Wärmepumpe bedeutet, dass 1 kWh (Kilowattstunde) elektrischer Strom eingesetzt wird, um 5 kWh Wärmeenergie zu erzeugen.
- Die Wärmepumpe nutzt die 1kWh Strom, um damit etwa 4 kWh Energie aus der Umwelt (Luft, Erdreich oder Wasser) anzureichern und als nutzbare Heizwärme ins Haus zu bringen.
- Benötigt ein Haus 10.000 kWh Wärme, verbraucht die Wärmepumpe, bei einer Jahresarbeitszahl von 5, 2.000 kWh Strom.
Der Großteil der Energie ist also erneuerbar und „kostenlos“.
Der COP-Wert gibt die Effizienz der Wärmepumpe unter fest definierten Testbedingungen an. Er eignet sich besonders, um verschiedene Modelle objektiv zu vergleichen, sagt jedoch wenig über den realen Jahresverbrauch aus.
Beispiel:
COP A2/W35 bedeutet:
- Außentemperatur: 2 °C
- Vorlauftemperatur: 35 °C
Höhere SCOP-Werte zeigen, dass die Wärmepumpe mehr Wärme aus weniger Strom erzeugt.
Der SCOP ist im Grunde eine standardisierte Jahresarbeitszahl und beschreibt damit die Effizienz über das gesamte Jahr hinweg. Gleichzeitig ermöglicht er den Vergleich verschiedener Wärmepumpen.
Er bezieht ein:
- typische Außentemperaturen
- saisonale Nutzung
- europäische Klimadaten
Der SCOP gibt daher ein realistischeres Bild der Effizienz im Jahresbetrieb, bleibt aber ein normierter Vergleichswert.

STIEBEL ELTRON-Wärmepumpen: Ganzheitlich und effizient
Die Wärmepumpen von STIEBEL ELTRON sind speziell für die klimatischen Bedingungen Nord- und Mitteleuropas entwickelt. Sie arbeiten auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen zuverlässig und eignen sich für:
- Neubauten
- Modernisierte Altbauten
- einen Großteil der Bestandsbauten
Ein modernes System übernimmt mehrere Funktionen gleichzeitig:
- Raumheizung
- Warmwasserbereitung
- Kühlung von Wohnräumen im Sommer
Damit wird die Wärmepumpe zu einem ganzheitlichen Energiesystem für Ihr Gebäude. Unsere neueste Wärmepumpentechnologie setzt das natürliche Kältemittel R290 (Propan) ein, was sie besonders klimafreundlich und effizient macht. Neue Modelle von STIEBEL ELTRON arbeiten leiser und leistungsstärker als frühere Generationen. Mit den Produktinnovationen 2026 geht das Unternehmen die nächste Stufe der Wärmepumpentechnologie – kurz: wpnext.
Welche Wärmepumpenarten gibt es?
Wärmepumpen unterscheiden sich durch die Art der Wärmequelle, die sie nutzen. STIEBEL ELTRON bietet effiziente Produkte und Services für Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwasserbereitung in unterschiedlichen Gebäudetypen. Dabei entscheiden Sie, ob Ihre Wärmepumpe die Energiequelle Luft, Erdreich oder Wasser nutzt. So bekommen Sie die richtige Lösung für jedes Gebäude, jede Platzsituation und Wohlfühltemperatur. STIEBEL ELTRON-Wärmepumpen arbeiten dabei so leise, dass auch Ihr Nachbar sie mag. Viele Komponenten sind in unseren Wärmepumpen und Warmwasserspeichern bereits integriert. Das spart nicht nur Zeit bei der Installation, sondern reduziert auch den Platzbedarf und ergibt einen aufgeräumten Heizungsraum.
Man unterscheidet je nach Wärmequelle zwischen:
- Luftwärmepumpen, auch Luft-Wasser-Wärmepumpen genannt
- Erdwärmepumpen, auch Sole-Wasser-Wärmepumpen genannt
- Grundwasserwärmepumpen, auch Wasser-Wasser-Wärmepumpe genannt
- Brauchwasserwärmepumpen, auch Warmwasser-Wärmepumpen genannt
Spitzenreiter auf dem deutschen Markt war 2025 laut dem Bericht des Bundesverbands Wärmepumpe e. V. die Luftwärmepumpe (Luft-Wasser-Wärmepumpe) mit einem Marktanteil von 95 %. Grund für die Beliebtheit dieses Typus ist die weniger aufwendige und vergleichsweise kostengünstige Installation bei einer guten Leistungszahl.
Eine Luftwärmepumpe entzieht der Umgebungsluft die enthaltene thermische Energie – und das funktioniert selbst bei zweistelligen Minustemperaturen. Bohrungen ins Erdreich wie bei einer Erdwärmepumpe (Erdsonden) oder einer Grundwasserwärmepumpe (Brunnensystem) sind bei diesem Typus nicht nötig.
Eine Übersicht der Unterschiede finden Sie in unserem Wärmepumpenvergleich.
Wärmepumpenarten und -quellen im Vergleich
Wärmequelle | Außenluft | Erdreich: Erdsonde | Erdreich: Erdkollektor | Grundwasser |
|---|---|---|---|---|
Art der Aufstellung | Innen oder Außen | Innen | Innen | Innen |
Geeignet für Gebäude | Aller Art | Geringe Grundstücksfläche | Ausreichend freie Fläche | Großer Garten außerhalb eines Wasserschutzgebietes |
Sanierung & Neubau | Ja | Ja | Ja | Ja |
Mit Genehmigung | Nein | Ja | Wasserrechtliche Anzeige notwendig | Genehmigung durch Wasserwirtschaftsamt |
Aufwand für die Instandhaltung | Gering | Fast Wartungsfrei | Fast Wartungsfrei | Gering |
Üblicher SCOP (bei 35°) | > 4 | > 5 | > 5 | > 6 |
Installationsaufwand | Nur geringfügige Baumaßnahmen notwendig | Vertikale Erdwärmesonde benötigt | Horizontal verlegte Rohrleitungen benötigt | Zwei Bohrungen für Saug- und Schluckbrunnen im Garten |
Förderfähigkeit bis zu 70%* | Ja | Ja | Ja | Ja |
Wie sieht eine Wärmepumpe aus und wo wird sie aufgestellt?
Obwohl jede Wärmepumpe aus drei grundlegenden Komponenten zur Energieaufnahme, Umwandlung und Wärmeverteilung besteht, unterscheidet sich die optische und technische Umsetzung je nach System und Modell. Eine Wärmepumpe besteht aus mehreren Komponenten: einer Außeneinheit und einer Inneneinheit oder nur einer Inneneinheit. Die Außeneinheit einer Luftwärmepumpe ist ein kompaktes, meist rechteckiges Gerät in anthrazit oder weiß mit Lüfter, das im Garten, an der Hauswand, auf einer freien Fläche neben dem Gebäude oder auf dem Flachdach installiert wird. Die Inneneinheit ähnelt einem modernen Heizkessel oder einem großen Kühlschrank und befindet sich im Keller, Hauswirtschafts- oder Technikraum.
Je nach Art der Wärmepumpe variiert der Aufstellort:
- Luft-Wasser-Wärmepumpen werden außen und innen kombiniert installiert oder nur innen.
- Sole-Wasser-Wärmepumpen benötigen keine sichtbare Außeneinheit, da die Energie über Erdsonden oder Flächenkollektoren im Boden gewonnen wird.
- Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen Energie des Grundwassers, dafür werden Brunnenanlagen benötigt, sie haben ebenfalls nur eine Inneneinheit im Gebäude.
Für wen lohnt sich eine Wärmepumpe?
Besonders sinnvoll ist der Einsatz in folgenden Fällen:
- Neubau oder energetische Sanierung: Gebäude mit geringem Heizenergiebedarf bieten optimale Voraussetzungen.
- Heizflächen: Fußboden- oder Wandheizungen ermöglichen niedrige Vorlauftemperaturen und damit einen effizienten Betrieb. Unsere Wärmepumpen für die Sanierung können aber ohne Probleme an bestehende Heizungsanlagen angeschlossen werden.
- Modernisierte Altbauten: Wärmepumpen im Altbau funktionieren auch ohne perfekte Dämmung und sind oft mit wenig Aufwand umsetzbar.
- Langfristige Perspektive: Über einen Zeitraum von 20 Jahren ist die Wärmepumpe häufig günstiger als fossile Heizsysteme.
- Kombination mit Photovoltaik: Eigener Solarstrom kann die laufenden Kosten noch mehr reduzieren.
Neben wirtschaftlichen Faktoren, die auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sollten Sie in Ihre Bewertung auch langfristige Entwicklungen und Zukunftsszenarien einfließen lassen, wie:
- Mögliche Schwankungen der Energiepreise für fossile Brennstoffe, die unter anderem durch CO₂-Abgaben weiter zunehmen können
- die wachsende Bedeutung von Klimaneutralität und die damit verbundenen politischen und gesellschaftlichen Anforderungen
- der kontinuierliche Ausbau erneuerbarer Energien, der langfristig zu stabileren und nachhaltigeren Energieversorgungssystemen führt
- die potenzielle Wertsteigerung einer Immobilie durch energetische Sanierungen und den Einsatz moderner, klimafreundlicher Heiztechnik
Welche Wärmepumpe passt zu meinem Gebäude?
Jedes Gebäude stellt unterschiedliche Anforderungen an die Heiztechnik – abhängig von Baujahr, Dämmstandard, Heizlast und den vorhandenen Heizflächen. STIEBEL ELTRON bietet ein breites Portfolio an Wärmepumpenheizungen, die Umweltenergie aus Luft, Erdreich oder Grundwasser nutzen und sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude geeignet sind. Für Bestandsgebäude lohnt sich eine Prüfung der Fördermöglichkeiten.
Wir haben Ihnen eine Checkliste zusammengestellt, die Sie zusammen mit Ihrem Fachhandwerker durchgehen können:
Checkliste: Kriterien für die Wahl der passenden Wärmepumpe
Die Größe der Wärmepumpe ist von der Heizlast abhängig. Größe, energetischer Zustand des Gebäudes und die Normaußentemperatur Ihres Wohnortes haben Einfluss auf die Heizlast.
Im Rahmen einer Heizlastberechnung, die durch unsere Fachpartner durchgeführt wird, kann die individuelle Heizlast genau berechnet werden. So können Wärmepumpe und Heizsystem sowie eventuelle Sanierungsmaßnahmen perfekt aufeinander abgestimmt werden.
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das von der Umwälzpumpe durch das Heizsystem zirkuliert. Wärmepumpenheizungen arbeiten besonders effizient bei niedrigen Vorlauftemperaturen von maximal 55 °C. Je geringer die Vorlauftemperatur, desto effizienter die Wärmepumpenheizung. Deshalb sind sie besonders gut mit Fußbodenheizungen bzw. Niedrigtemperatur-Flächenheizungen kompatibel, aber auch die Radiatorenheizkörper eignen sich bei Vorlauftemperaturen von 55 °C.
Die OPTIMUS-Studie zeigt, dass in Bestandsgebäuden, in den Baujahren 1950 bis 2000, Heizungsanlagen häufig überdimensioniert installiert wurden Die zentralen Ergebnisse der Studie sind:
- Heizkörper um 80% überdimensioniert
- Heizkurve vielfach zu hoch eingestellt
- Vorlauftemperaturen können deutlich reduziert werden
Wenn eine Heizung „überdimensioniert“ ist, bedeutet das, dass ihre Leistung größer ist als eigentlich nötig für den Raum oder das Gebäude, entsprechend eignen sich die Heizflächen für geringere Vorlauftemperaturen und sind dadurch gut geeignet für eine Wärmepumpe.
Unsere Empfehlung: Genau berechnen, welche Wärmepumpe zu Ihrem Gebäude passt. Oft ist der Einsatz einer Wärmepumpe möglich, diese wird von STIEBEL ELTRON-Fachpartnern so ausgelegt, dass sie zu Ihrem Zuhause passt. In unseren Schulungen geben wir unser ganzes Wärmepumpen-Wissen an unsere Fachpartner weiter.
Die verfügbare Fläche und die geologischen Bedingungen bestimmen, welches Gerät genutzt werden kann. Besonders unkompliziert in der Installation ist eine Luftwärmepumpe.
Wenn Tiefenbohrungen auf dem Grundstück möglich sind, kann auch über eine besonders effiziente Erdwärmepumpe mit Erdsonden nachgedacht werden. Die Temperatur im Erdreich ist nicht so großen Schwankungen wie die Außenluft ausgesetzt. Die Erdwärmepumpe erfordert aber eine Genehmigung und ist in der Installation aufwendiger.
Wie viel kostet eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist immer eine gute Investition – gerade in heutigen Zeiten. Ihnen stehen damit unerschöpfliche, kostenfreie Energiereserven aus der Natur zum Heizen, zur Warmwasserbereitung und oft auch zum Kühlen zur Verfügung. Insgesamt können Sie für die Anschaffungskosten und Installation im Jahr 2026 durchschnittlich mit ungefähr 30.000 € rechnen, wovon ca. 2/3 auf die Produktkosten, also die eigentliche Anlage, entfallen. Diese Kosten können bei Sanierungen dank einer Förderung von bis 70 % (BEG) deutlich gesenkt werden. Die Gesamtkosten können je nach Gebäudezustand und eventuellen Sanierungsmaßnahmen höher ausfallen.
Zu den Gesamtkosten zählen:
- Die Produktkosten (je nach Art und Modell unterschiedlich)
- Die Installation durch den Fachhandwerker
- Materialkosten
- Mögliche Zusatzarbeiten, wie die Installation neuer Heizkörper
- Kosten für die Erschließung der Wärmequelle bzw. das Fundament für das Außengerät (je nach Art)
Detaillierte Informationen dazu erhalten Sie in unserem Kosten-Check.
Die Stromkosten einer Wärmepumpe sind abhängig von der Effizienz der Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl, JAZ), der Heizlast und dem individuellen Wärmeverbrauch sowie dem Strompreis.
Angenommene Grundlagen unseres Rechenbeispiels für einen Neubau:
- Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche
- Baujahr 2026
- 4,5 kW Heizlast
- Wärmeverbrauch von 8.000 kWh pro Jahr (4.500 kWh Heizung/3.000 kWh Warmwasser)
- JAZ 4 | benötigter Strom: 2.000 kWh pro Jahr
- durchschnittlicher Strompreis 30 ct/kWh
- Laufende Stromkosten: 50 Euro im Monat
Angenommene Grundlagen unseres Rechenbeispiels für einen Altbau:
- Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche
- Baujahr 1990
- 10 kW Heizlast
- Wärmeverbrauch von 17.000 kWh pro Jahr (14.000 kWh Heizung/3.000 kWh Warmwasser)
- JAZ 3,5 | benötigter Strom: 4.800 kWh pro Jahr
- durchschnittlicher Strompreis 30 ct/kWh
- Laufende Stromkosten: 120 Euro im Monat
Bei den angegebenen Kosten handelt es sich um Richtwerte, diese können regional unterschiedlich und nur beispielhaft angenommen werden.
Um das Einsparpotenzial einer Wärmepumpe zu berechnen, müssen die Heizkosten des bestehenden Wärmeerzeugers (meist Gas- oder Ölheizungen) mit denen der Wärmepumpenheizung verglichen werden.
Wärmepumpen nutzen Umweltenergie und arbeiten daher hocheffizient: Mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,5 erzeugen sie aus einer Kilowattstunde (kWh) Strom durchschnittlich 3,5 Kilowattstunden Nutzwärme. Im Vergleich dazu benötigen fossile Heizsysteme deutlich mehr eingekaufte Energie für dieselbe Wärmemenge.
Laut dem Heizspiegel lag der durchschnittliche Verbrauch 2024 bei Erdgasheizungen bei ca. 10 kWh und bei Ölheizungen sogar bei ca. 14 kWh pro Quadratmeter und Monat. Da die Wärmepumpe einen Großteil der Energie kostenlos aus der Umwelt bezieht, reduziert sich der Bedarf an Antriebsenergie im Vergleich zu Gas- oder Ölheizungen um den Faktor 3 bis 5.
Im September 2025 kostete eine Kilowattstunde Energie aus Erdgas in Deutschland im Schnitt 0,12 €. Die Heizölkosten lagen pro Kilowattstunde bei ca. 0,095 €. Die Gas- und Ölpreise sind aktuell (Stand: März 2026) deutlich niedriger als die Strompreise.
Daraus ergeben sich trotz des deutlich höheren Strompreises folgende theoretische Vergleichswerte und Einsparpotenziale für einen Altbau mit 150 m² Wohnfläche:
- Wärmepumpe Heizkosten pro Monat: ca. 120 €/Monat
- Ölheizung Heizkosten pro Monat: ca. 200 €/Monat
- Gasheizung: ca. 180 €/Monat
- Einsparpotenzial mit Wärmepumpe: Bis zu 60-80 €/Monat
Eine Wärmepumpe bietet auf Grundlage dieses Rechenbeispiels ein theoretisches Einsparpotenzial der laufenden Kosten von fast 1.000 Euro im Jahr. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage können die Stromkosten zusätzlich gesenkt werden.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Wärmepumpen im Jahr 2026?
Sichern Sie sich bis zu 70% Förderung
Die Wärmepumpe Förderung 2026 in Deutschland bietet Ihnen weiterhin hohe Zuschüsse – trotz verschärfter Anforderungen. Wenn Sie Ihre alte Heizung ersetzen, können Sie von staatlichen Förderungen von bis zu 70 % der Kosten profitieren. Die wichtigste Förderung erfolgt über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Verbindung mit der KfW (Programm 458). Die förderfähigen Investitionskosten liegen in der Regel bei maximal 30.000 €. Um die maximale Förderung zu erreichen, können Sie folgende Zuschläge nutzen:
- Heizungstausch-Bonus (20 %)
Wenn Sie eine alte Öl-, Gas- oder Nachtspeicherheizung ersetzen - Klimageschwindigkeits-Bonus (20 %)
Für einen schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien (zeitlich begrenzt) - Effizienzbonus (5 %)
Für besonders effiziente Wärmepumpen, z. B. mit Erdwärme oder Grundwasser - Technikbonus (5 %)
Für moderne und emissionsarme Systeme - Einkommensbonus (bis zu 30 %)
Für Haushalte mit geringerem Einkommen
Unser Tipp: Nutzen Sie den STIEBEL ELTRON-Förderservice. Wir recherchieren für Sie die maximale Fördersumme für Ihre Wärmepumpe, stellen die benötigten Unterlagen zusammen und übernehmen für Sie die Antragsstellung.
In Abhängigkeit von den Anschaffungskosten für die Wärmepumpe, dem Einbau und dem Förderbetrag können Sie die Amortisationskosten berechnen.
Dazu dient diese Formel:
- Amortisationszeit (in Jahren) = Investitionskosten - Förderbetrag / jährliche Ersparnis bei den Betriebskosten
Bei Gesamtkosten von 30.000 € (Anschaffung und Installation) und einer Fördersumme von maximal 21.000 € sowie einem Einsparpotenzial von 780 € im Jahr ergibt sich eine Amortisationszeit von knapp über 10 Jahren.
Falls der bestehende Wärmeerzeuger sowieso getauscht werden muss, sollte dieses in der Amortisationsrechnung berücksichtigt werden. In dem Fall sind die alternativ anfallenden Investitionskosten von den Investitionskosten der Wärmepumpe nach Förderung abzuziehen.
Wärmepumpe Erfahrungsbericht
Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpe im Überblick
Vorteile | Nachteile | |
|---|---|---|
Anschaffungskosten | Anschaffungskosten und Installation sind 2026 mit bis zu 70% förderfähig. | Die Höhe der Anschaffungskosten wirkt im Vergleich zu anderen Wärmeerzeugern, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, zunächst abschreckend |
Effizienz (JAZ) | Aus 1 kWh Strom entstehen bis zu 5 kWh Wärme. Das schafft großes Einsparpotenzial bei den Heizkosten. Jahresarbeitszahl (JAZ): 3-5 | Förderfähig erst ab Jahresarbeitszahl (JAZ): 3 (STIEBEL ELTRON-Wärmepumpen erfüllen diese Anforderungen in der Regel) |
Einsatzbereich | Zukunftssicheres Heizsystem für Neubau und Altbau, Einfamilien- und Mehrfamilienhaus | Politische Debatten sorgen für Verunsicherung |
Funktionen | Viele Modelle sind multifunktional und können zur Warmwasserbereitung und zur Kühlung eingesetzt werden. | Die Installation von besonders effizienten Erdwärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen ist oft aufwendiger. |
Häufige Fragen zu Wärmepumpen
- Welche Wärmepumpe ist die beste?
- In welcher Effizienzklasse liegen STIEBEL ELTRON-Wärmepumpen?
- Ist das Heizen mit einer Wärmepumpe teurer als mit Gas?
- Wie laut darf eine Wärmepumpe sein?
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Nicht alles gefunden? Wir helfen Ihnen gern.
* Es gelten die aktuellen Bestimmungen der Förderrichtlinie zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Alle Aussagen u.a. zu Förderbedingungen und Förderhöhe sind unverbindlich. Das BAFA und die KfW entscheiden aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Fördermittel. Stand: 01.01.2024, Änderungen vorbehalten.
** Über den Wärmepumpen-Angebotsservice kann ein unverbindlicher Angebotsvorschlag eines Fachhandwerkers in Ihrer Nähe angefordert werden. Der Angebotsvorschlag wird unter der Annahme bestimmter Parameter erstellt, deren Vorliegen durch den anbietenden Fachhandwerker in einem Vor-Ort-Termin in Augenschein genommen und bewertet werden muss. Sollten z. B. die Einbausituation oder andere Parameter eine andere Lösung erfordern, kann daraus die Modifizierung des Angebotes erforderlich werden.
*** Garantieverlängerung: Gemäß der Garantieverlängerung-Bedingungen. Mehr Infos hier

























