10 Fragen und Antworten rund um Geothermie

Heizen mit Geothermie? Für uns längst eine Selbstverständlichkeit. Denn die Erdwärme kann effizient nutzbar gemacht werden. Wir beantworten die zehn wichtigsten Fragen rund um Geothermie und klären auf über Funktionsweise, Kosten, Förderung und die breit gefächerten Einsatzmöglichkeiten, die sich über das ganze Jahr erstrecken.

Fragen, die wir auf dieser Seite klären:

1. Was ist Geothermie?

Geothermie ist Wärme, die in dem Teil der Erdkruste gespeichert ist, die uns Menschen zugänglich ist. Diese Eigenwärme der Erde stammt zum Teil noch aus der Entstehung des Planeten. Ein weiterer beachtlicher Teil entstammt der gespeicherten Energie der Sonne.

Unsere Geothermie-Wärmepumpen sorgen für nachhaltiges und effizientes Heizen.

2. Was können wir mit Geothermie anfangen?

Unsere Erde hat so viel zu bieten, was wir nutzen können, um uns zu versorgen. Wichtig zu wissen ist aber, dass nicht alle Ressourcen endlos verfügbar sind. Gas und Öl zum Beispiel sind endliche Rohstoffe. Deswegen sind Alternativen dringend nötig. Zum Heizen von Wohnräumen gibt es mit Geothermie, auch Erdwärme genannt, bereits eine Lösung. Denn wir können uns diese Wärme zunutze machen. Dazu müssen wir sie vom Erdreich in unsere Wohnräume transportieren.

3. Wie genau kann man Geothermie zum Heizen nutzen?

Wenn es um den Transport der Wärme vom Erdreich ins Haus geht, kommt die Wärmepumpenheizung ins Spiel, um genau zu sein die Sole-Wasser-Wärmepumpe. Wärmepumpen sind Geräte, die erneuerbare Energie nutzen: nicht nur die Erdwärme, sondern auch aus der Außenluft und dem Grundwasser. Doch wir konzentrieren uns jetzt auf die Sole-Wasser-Wärmepumpe, die Erdwärme transportiert.

4. Wie funktioniert eine Geothermie-Heizung überhaupt?

Um die Erdwärme nutzbar zu machen, sind entweder Erdsonden oder Erdkollektoren nötig, die in den Boden eingebracht werden. In diesen zirkuliert die Sole, ein Gemisch aus Salz und Wasser, und dient als Übertragungsmedium. Auf diese Weise wird dem Untergrund die Wärme entzogen und mittels Erdwärmepumpe auf ein nutzbares Temperaturniveau angehoben.

5. Gibt es Bedingungen bei der Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Das kommt darauf an, für welchen Typ der Sole-Wasser-Wärmepumpe man sich entscheidet. Da für das Einbringen von Erdsonden Bohrungen vorgenommen werden müssen, brauchen Hausbesitzer hierfür eine wasserrechtliche Genehmigung. Für Kollektoren sind zwar Erdarbeiten, aber keine Bohrungen nötig. Wer sich für diese Variante entscheidet, muss daher lediglich eine wasserrechtliche Anzeige einholen. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Nutzung von Geothermie für viele eine umsetzbare Alternative ist.

Links: Erdwärmekollektoren, Rechts: Erdwärmesonde

6. Was ist der Unterschied zwischen Erdsonden und Erdkollektoren?

Für beide Varianten ist ein nutzbares Grundstück Voraussetzung, Unterschiede liegen aber bei Fläche und Tiefe: Für Erdsonden reicht eine eher kleine Fläche, für Erdkollektoren muss sie größer sein. Dafür ist aber keine Bohrung nötig, da lediglich in oberflächennahe Geothermie genutzt wird. Aber ganz gleich ob Sonden oder Kollektoren – Geothermie selbst gibt es in allen Regionen, egal ob ländlich oder städtisch, ob südlich oder nördlich gelegen. Das ist der große Vorteil.

7. Wie hoch sind die Kosten?

Die Kosten für Anschaffung, Inbetriebnahme und Instandhaltung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe hängen von vielen Faktoren ab. Ganz grob kann man aber festhalten, dass die Geothermiebohrung für Erdsonden etwa 3.500 bis 8.000 Euro kostet, bei den Erdarbeiten für Erdkollektoren sind es etwa 2.000 bis 5.000 Euro. Für die Wärmepumpe selbst müssen Hausbauer oder Modernisierer mit rund 8.000 bis 13.000 Euro in der Anschaffung rechnen.

8. Gibt es eine Möglichkeit, die Kosten zu senken?

Ja, denn es gibt eine staatliche Förderung für die Anschaffung einer Wärmepumpe. Im Falle der Nutzung von Geothermie sind Zuschüsse von mindestens 4.000 Euro vorgesehen. Die Fördersumme kann aber noch viel höher ausfallen. Unser Fördermittelrechner gibt Aufschluss darüber, was im individuellen Fall möglich ist.

9. Kann mir die Sole-Wasser-Wärmepumpe auch im Sommer nützlich sein?

Kann sie, denn die geothermale Wärmepumpe kann nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen genutzt werden. In letzterem Fall läuft der Prozess der Sole-Wasser-Wärmepumpe im Grunde genau umgekehrt ab. Den Räumen wird die Wärme entzogen und ins Erdreich geleitet. Es gibt auch noch die sehr effiziente passive Kühlung, die ebenfalls über die Fußbodenheizung funktioniert. Hierbei wird das niedrige Temperaturniveau des Erdreichs im Sommer mittels Wärmetauscher auf das Heizsystem übertragen. Die Wärmepumpe selbst kann ausgeschaltet bleiben.

10. Was sind die Vorteile einer Geothermie-Wärmepumpe?

Es gibt eine Menge Vorteile. Einer davon ist die Unabhängigkeit von den ständig steigenden Preisen für Rohstoffe wie Öl und Gas, die für die konventionellen Heizsysteme benötigt werden. Außerdem ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe im laufenden Betrieb äußerst günstig – der Stromverbrauch ist sehr gering. Geothermie kann man nachhaltig, effizient und ressourcenschonend nutzen. Und zwar zum Heizen, zur Warmwasseraufbereitung und sogar zum Kühlen.