Die wichtigsten Fakten zur Erdwärmepumpe

Wer sich ein wirklich effizientes Heizsystem für sein Haus wünscht, der sollte eine Wärmepumpe installieren. Der Typ Erdwärmepumpe bietet dabei viele Vorzüge. Welche das sind, erklären wir hier. Außerdem beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Funktion, Voraussetzungen und Kosten. Danach fällt die Entscheidung deutlich leichter.

Die Aufstellung einer Erdwärmepumpe ist für den Innenbereich vorgesehen.

Die Wahl des Heizsystems für das eigene Zuhause ist eine elementare Entscheidung. Nicht nur für Hausbauer, sondern auch für Modernisierer. Denn Öl-, Gas- und Pelletheizungen haben ausgedient. Viel effizienter und damit lohnenswerter sind Wärmepumpen. Wenn ein solches Gerät die Wärme aus dem Boden nutzt, um das Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser zu versorgen, handelt es sich um eine Erdwärmeheizung.

Wie funktioniert eine Erdwärmepumpe?

Hinter der Nutzung der Sonnenenergie, die im Erdreich gespeichert ist, steckt natürlich eine ausgefeilte Technik. Wie die funktioniert, erklären wir im Detail. Zunächst einmal zu den Bedingungen: Das Erdreich in Europa bleibt auch im Winter ab einer Tiefe von 1,20 m warm genug, um damit eine Erdwärmepumpe wirtschaftlich betreiben zu können. Es gibt zwei Möglichkeiten, um an diese Erdwärme heranzukommen: Entweder nutzt man Erdsonden oder Erdwärmekollektoren.

Grundsätzlich wird die Erdwärmepumpe auch als Sole-Wasser-Wärmepumpe bezeichnet – dieser Name gibt bereits Hinweise auf die Funktionsweise. Damit die aus dem Erdreich kommende Energie für Heizzwecke genutzt werden kann, muss das niedrige Temperaturniveau erhöht werden. Das übernimmt die Wärmepumpe. Die im Erdreich zirkulierende Sole – das ist ein Salz-Wasser-Gemisch – dient dabei als Übertragungsmedium vom Erdboden an die Wärmepumpe.

Wie kann man mit einer Wärmepumpe heizen?

Die Sole zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf, zu dem je nach gewähltem Typ der Erdwärmepumpe auch die Erdsonden oder Erdwärmekollektoren gehören. Innerhalb dieses Kreislaufes nimmt das Salz-Wasser-Gemisch die in der Erde gespeicherte Wärme auf und gibt sie an die Wärmepumpe ab. Diese erzeugt daraus Nutzwärme, die sie schließlich an die Heizkörper in den Räumen des Gebäudes überträgt.

Für Erdsonden muss tief gebohrt werden, Erdkollektoren benötigen hingegen mehr Fläche.

Wie tief muss man für die Installation bohren?

Wer eine Sole-Wasser-Wärmepumpe installieren lassen möchte, kommt um Erdreicharbeiten nicht herum. Allerdings sind diese recht unterschiedlich, je nachdem für welchen Typ man sich entscheidet. Erdwärmekollektoren benötigen viel baumlose Fläche, da sie horizontal verlegt werden. Dafür ist die Tiefe geringer – meistens reichen 1 bis 1,5 m unterhalb der Erdoberfläche, um an die Energie aus dem Erdreich zu gelangen.

Erdsonden hingegen werden vertikal verlegt und benötigen daher nicht so viel Platz wie die Erdwärmekollektoren – dementsprechend muss das verfügbare Grundstück auch nicht so groß sein. Dafür geht die Erdwärmebohrung hier viel mehr in die Tiefe: Die Sonden reichen bis zu 100 Meter tief. Für beide Typen der Erdwärmepumpe sind wasserrechtliche Genehmigungen erforderlich.

Was kostet eine Erdwärmepumpe?

Wenn es um die Erdwärmepumpe-Kosten geht, sind Hausbesitzer und Modernisierer manchmal abgeschreckt. Denn auf den allerersten Blick wirken sie hoch – vor allem im Vergleich zu den Heizsystemen, die fossile Brennstoffe nutzen. Die Anschaffungskosten für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe liegen etwa bei 8.000 bis 13.000 Euro. Dazu kommen noch die einmaligen Erschließungskosten. Für Erdwärmekollektoren sind das etwa 2.000 bis 5.000 Euro und für Erdsonden liegen die Kosten bei etwa 3.500 bis 8.000 Euro.

Doch wer sich dafür entscheidet, profitiert dauerhaft und ohne Leistungsschwankungen von der Erdwärme. Kosten und Installationsaufwand wirken zunächst vergleichsweise hoch, doch es lohnt sich. Auch weil es für den Einbau einer Erdwärmepumpe eine staatliche Förderung gibt. Die Basisförderung beträgt 100 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung. Daraus ergeben sich für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mindestens 4.000 Euro Bezuschussung, bei gleichzeitiger Erdsondenbohrung sind es mindestens 4.500 Euro. Die Gesamtförderung kann aber auch viel höher ausfallen. Eine gute Orientierung bietet unser MAP-Fördermittelrechner.

 

Neugierig geworden?
Hier gibt es weitere Informationen rund um die Wärmepumpen von STIEBEL ELTRON.