Stiebel Eltron gründet Vertriebsgesellschaft in Südafrika

Internationalisierung schreitet voran

Das deutsche Heiz- und Wärmetechnikunternehmen Stiebel Eltron hat eine Vertriebsgesellschaft in Südafrika gegründet. „Bisher waren wir vor Ort über einen Partner vertreten, der unter unserem Namen aufgetreten ist. Bereits 2014 hatte er uns aus Altersgründen angeboten, seine Firma zu übernehmen. Damals sprachen allerdings die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegen eine eigene Tochtergesellschaft. Wir haben das Land weiter intensiv beobachtet und eine positive Entwicklung wahrgenommen. Deshalb haben wir uns nun dazu entschlossen, das Geschäft von unserem Partner zu übernehmen“, erklärt Andrea Klein, Sales Director International bei dem in Niedersachsen ansässigen Qualitätshersteller.

Der Sitz der neuen Ländergesellschaft ist in Sandton im Norden der Metropolgemeinde Johannesburg, das sich „aktuell zu einem Wirtschaftszentrum des Landes entwickelt“, so Andrea Klein. „Insgesamt erwarten wir eine sehr gute Entwicklung der Wirtschaft Südafrikas und speziell großes Wachstum im Bereich der Systemtechnik. Die Regierung hat erst kürzlich ein Gesetz über die Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien bei Neubauten und Sanierungen verabschiedet, was uns als einem der weltgrößten Hersteller von Wärmepumpen natürlich entgegenkommt.“ Neben der Erneuerbare-Energie-Sparte will Stiebel Eltron in Südafrika auch im Bereich der klassischen Haustechnik-Geräte weiter wachsen: „Mit vornehmlich einphasigen Durchlauferhitzern und Konvektorenheizungen sind wir bisher schon recht erfolgreich, erwarten aber auch hier eine deutliche Steigerung der Absatzzahlen. Zudem werden vermehrt auch komfortablere Drei-Phasen-Durchlauferhitzer eingesetzt.“

In Sachen Wärmepumpen werden in Südafrika nahezu ausschließlich Luft-Wasser-Geräte installiert, die in der Regel für die Warmwasserbereitung zuständig sind. Häufig geht es dabei um relativ große Anlagen, um viele kleine Wohneinheiten in komplexen Gebäuden zu versorgen.    

Die Vertriebsgesellschaft startet mit insgesamt sechs Mitarbeitern: einem neuen Managing Director, ein Eigengewächs aus Deutschland, der die letzten zehn Jahre am Stammsitz in Holzminden tätig war und jetzt den Schritt nach Südafrika wagt, sowie die fünf Mitarbeitern des bisherigen Partners, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Die neue Gesellschaft wird auch die direkte Betreuung der Nachbarstaaten mit übernehmen.

„Die Gründung der neuen Tochtergesellschaft in der aufstrebenden Region ist ein weiteres kleines Puzzleteil der Internationalisierung der Unternehmensgruppe“, so Geschäftsführer Dr. Nicholas Matten.