EnEV 2014/2016 – die Ausgangslage

Die Europäische Vorgaben zur „Gesamteffizienz von Gebäuden“ und zur Nutzung von erneuerbaren Energien im Wärmebereich verpflichten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Maßnahmen zur Energie- und Co2-Einsparung umzusetzen. Die EU-Gebäuderichtlinie fordert, dass die Mitgliedsstaaten ab 2050 nur noch Niedrigst- oder Null-Energie-Neubauten erlauben.

Was heißt das für Architekten, Bauherren und Planer in Deutschland? Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden in Deutschland die europäischen Vorgaben heute schon umgesetzt. Hinzu kommt seit dem 1. Januar 2009 eine Nutzungspflicht für erneuerbare Energien im Neubau. Die erste Energieeinsparverordnung trat am 1. Februar 2002 in Kraft. Mit ihr wurden erstmals bauliche und heizungstechnische Anforderungen an Gebäude gemeinsam betrachtet. Dabei regelt die EnEV die energetische Mindestanforderung für Neubauten ebenso wie für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude. Außerdem enthält die EnEV Mindestanforderungen an Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie Warmwasserversorgung.

Mit Inkrafttreten der EnEV-Novelle 2014 hatten sich die Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz nur marginal geändert. Für Neubauten seit dem 1. Januar 2016 gelten nun aber deutlich verschärfte Vorgaben. Die Anforderungen an den zulässigen Höchstwert des Jahresprimärenergiebedarfs haben sich um einmalig 25% verschärft. Da die im Referenzgebäude beschriebenen notwendigen Standards für Gebäudehülle und Anlagentechnik vom Verordnungsgeber nicht auf diese neuen Anforderungen hin aktualisiert wurden, wird für jeden Bauherren eine individuellere Planung der Gebäude notwendig.

Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen mit einer Wärmepumpe

Gut zu wissen: Die Wärmepumpentechnologie gibt dem Bauherren eine Option für die Zukunft, die weit über das EnEV-Niveau 2016 hinausgehen. Ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen der Gebäudehülle – genutzt wird der Standard aus dem EnEV-Referenzgebäude – erfüllt ein Gebäude mit einer invertergeregelten Luft-Wasser-Wärmepumpe sowohl die Vorgaben der aktuellen EnEV als auch die verschärften Anforderungen, die seit 2016 gelten, problemlos. Wie eine Lösung von STIEBEL ELTRON im Einfamilienhaus aussehen kann, zeigt die Broschüre.

Energieeinsparverordnung (EnEV) für Mehrfamilienhäuser

STIEBEL ELTRON bietet für Mehrfamilienhäuser Lösungen, die die Anforderungen der EnEV 2016 erfüllen. Bei der Bewertung auf Endenergiebasis sind elektrische Wärmepumpensysteme wegweisend. Aufgrund Ihrer hohen Anlageneffizienz unter Ausnutzung der Umgebungswärme (Boden, Wasser, Luft) erreichen die die höchsten Stufen in der neuen Effizienzklassifizierung der EnEV. Erfahren Sie mehr in unserer Broschüre.

Energieeinsparverordnung (EnEV) - Anforderungen für Neu- und Altbauten

Energieeinsparverordnung (EnEV): Anforderungen für Bestandsgebäude und Neubauten

Durften bisher öl- und gasbefeuerte Kessel, die vor Oktober 1978 eingebaut wurden, nicht mehr betrieben werden, gilt dies ab dem 1. Januar 2015 auch für solche mit Einbaudatum vor 1985. Generell besteht nun auch für neuere Gas- und Ölkessel eine Pflicht zur Außerbetriebnahme nach 30 Jahren Betriebszeit. Außer einer Präzisierung bei der Nachrüstung von Wärmedämmungen oberster Geschossdecken gibt es keine weiteren neuen Anforderungen an Bestandsgebäude.

Für Neubauten wird eine höhere Gesamteffizienz gefordert: der maximal zulässige Primärenergiebedarf von neu gebauten Wohn- und Nichtwohngebäuden wurde zum 1. Januar 2016 durch die Änderung der Primärenergiefaktors verschärft - von 2,4 auf einen Wert von 1,8. Da die im Referenzgebäude beschrieben Standards für Gebäudehülle und Anlagentechnik die Anforderungen nicht mehr erfüllen und diese vom Verordnungsgeber nicht aktualisiert werden, wird eine individuellere Planung der Gebäude notwendig.

Bis dahin haben Bauherren nun die Qual der Wahl. Entweder, sie bauen noch nach der aktuellen EnEV, also wie bisher gemäß Referenzgebäude, dafür aber bei weitem nicht so modern wie technisch möglich. Oder sie legen für ihren Neubau bereits die Richtwerte von 2016 oder besser zugrunde - und bekommen ein zukunftsfähiges Haus. Übrigens: Selbst Wärmepumpen-Häuser, die vor 10 Jahren nach damals gültigem EnEV-Standard errichtet wurden, erfüllen die primärenergetischen Vorgaben für 2016.

Sie benötigen Unterstützung bei Ihrem Bauvorhaben? Unsere mit insgesamt über 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter breit aufgestellte Planungsabteilung führt unterschiedliche Berechnungen durch. So bieten wir Ihnen zeitnahe und kompetente Unterstützung bei der Projektplanung und Angebotserstellung.

Energieausweis

Energieausweise: Was ändert sich für Mieter und Käufer?

Seit dem 1. Januar 2009 ist der Energieausweis in unterschiedlicher Form für alle Wohngebäude Pflicht. Gleichzeitig wurde für die Energieausweise eine Energieeffizienzklasse auf Basis einer Endenergiebetrachtung eingeführt.

Demnach erhalten Gebäude eine Effizienzklassifizierung anhand von Buchstaben (A+ bis H), wobei A+ die beste Effizienz bedeutet. Ausschlaggebend für die Einstufung ist dabei neben der Primärenergieangabe der errechnete Endenergiebedarf. Wenn Bauherren also heute ein Gebäude planen, sollten Sie mit Blick auf die neue Klassifizierung die Option auf eine bessere Bewertung und damit einen „werbewirksameren“ Buchstaben nicht leichtfertig verschenken.

Mit der EnEV-Novelle werden die Energieausweise verbraucherfreundlicher. Neben den Markierungen des Primär- und des Endenergiebedarfs auf der Farbverlaufsskala von grün bis rot („Bandtacho“), muss der Energieausweis für Gebäude seit 1. Mai 2014 auch die Energieeffizienzklasse des Gesamtgebäudes auf einer Skala von A+ bis H ausweisen. Dieses System wird bei Elektrogeräten wie Kühlschränken oder Waschmaschinen schon seit vielen Jahren angewendet, sodass Sie sich gut zurechtfinden können. Diese Zuordnung gilt für neu ausgestellte Energieausweise. Bereits vorliegende Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen behalten ihre Gültigkeit.

Zusätzlich werden Verkäufer und Vermieter mit der Novellierung verpflichtet, den Energieausweis bereits bei der Besichtigung vorzulegen. Zudem müssen die Kennwerte auch in Immobilienanzeigen angegeben werden. Nach Vertragsabschluss muss der Energieausweis übergeben werden. Gut, wer einen Energieausweis mit Bestnoten vorlegen kann – das entscheidende Verkaufsargument der Zukunft.

Nach Berechnungen des Bundesverband Wärmepumpe e.V. erreicht ein Standardgebäude mit Sole/Wasser-Wärmepumpe im Energieausweis die Bestnote A+ und mit Luft/Wasser-Wärmepumpe A. Das gleiche Haus mit fossil befeuertem Brennwertkessel und solarer Trinkwarmwassererwärmung erreicht im Energieausweis ein B, mit einer Pelletheizung hingegen nur D.

Entsprechende Vergleiche sind laut Bundesverband Wärmepumpe e.V. auch für Bestandsgebäude möglich: Auch hier können die höchsten Effizienzklassen des Energieausweises am einfachsten mit Wärmepumpenlösungen erreicht werden.

Service-Tipp: Sie haben Fragen zum Energieausweis? STIEBEL ELTRON hilft. Kontaktieren Sie unsere Planungsabteilung, sie erstellt auf Wunsch auch für Sie Ihren individuellen Energieausweis – einfach und schnell.

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