Ölheizung erneuern: Tipps für die Modernisierung

Wer sein Haus energetisch auf den neuesten Stand bringen möchte, sollte seine Ölheizung erneuern. Eine prima Alternative zu fossilen Brennstoffen ist die Wärmepumpe, denn sie macht unabhängig, ist umweltbewusst und spart nicht nur Platz, sondern auf lange Sicht auch viel Geld. Wir zeigen an einem Beispiel, wie lohnenswert ein solcher Austausch ist.

Jedes Haus kommt irgendwann in die Jahre. Dann sind nicht nur Schönheitsreparaturen nötig, sondern man muss mehr tun, um den Wert seiner Immobilie zu erhalten. Denn wenn ein Haus bereits einige Jahrzehnte alt ist, muss es in Sachen Energieeffizienz ganz schön aufholen. Elementar ist dabei die Beheizung des Hauses: Ölheizung erneuern oder den Pelletofen ersetzen sollten ganz oben auf der Liste stehen, wenn eine Immobilie energetisch saniert wird.

Um seine Ölheizung zu erneuern, ist es wichtig, die richtige Alternative zu kennen.

Heizung erneuern in einem 80er Jahre Haus

Aber wann lohnt sich das Umrüsten überhaupt und welche Dinge müssen dabei beachtet werden? Diese Fragen beantworten wir anhand eines Beispiels. In einem 1985 gebauten Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern und vier Bewohnern wollen wir die Ölheizung erneuern und stattdessen eine Wärmepumpe einbauen. In den 80er Jahren war die Ölheizung noch der Klassiker: Ein zentraler Öltank im Keller war mit den Heizkörpern – den sogenannten Radiatoren – in den einzelnen Räumen verbunden und bildete so das Heizsystem.

Doch heute ist eine solche Beheizung mit fossilen Brennstoffen alles andere als zeitgemäß. Nicht nur, dass die Umwelt durch den Ausstoß von CO2 belastet wird. Die Preise für Öl oder auch Gas sind ständigen Schwankungen unterworfen, wodurch Besitzer ihre Heizkosten nie sicher einschätzen können. Der Massivbau aus unserem Beispiel ist zudem nicht sonderlich gut gedämmt und erhält somit nur den Gebäude-Energieausweis F – eine schlechtere Kategorie gibt es hierbei nicht.

Ölheizung erneuern bringt viele Vorzüge

Die Umrüstung dieses Hauses aus den 80er Jahren ist also dringend nötig. Der wichtigste Schritt ist daher: Ölheizung erneuern. Eine zeitgemäße Alternative ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Außenaufstellung. Ein solches Gerät nutzt die Umgebungsluft für die Wärmegewinnung und kann daher ohne große Einschränkungen zum Heizen genutzt werden. Diese Universalität macht sie gerade beim Sanieren älterer Gebäude attraktiv. Für Neubauten eignen sie sich natürlich ebenso gut.

Die Funktionsweise ist leicht erklärt: Das Gerät gewinnt Wärmeenergie zum Heizen aus der Luft – auch bei -20 Grad – und beheizt damit nicht nur das Innere des Hauses, sondern kümmert sich auch um die Warmwasserbereitung. Der Platzgewinn ist ein weiterer enormer Vorteil: Wo bisher der alte Ölkessel stand, kann die Wärmepumpenheizung platziert werden. Wer für noch mehr Raumgewinn im Keller sorgen will, kann das neue Gerät auch im Außenbereich aufstellen.

Beim Sanieren und Modernisieren von Häusern auf die Energieeffizienz achten.

Heizung erneuern und von Vorteilen profitieren

Wer seine Ölheizung erneuern möchte und sich stattdessen für eine Wärmepumpe entscheidet, kann noch mehr profitieren. Denn die Geruchsbelästigung durch das Öl gehört dann ebenfalls der Vergangenheit an. Man tut etwas für die Umwelt und setzt auf erneuerbare Energie, statt auf einen endlichen Rohstoff. Dank der verbesserten Energieeffizienz erhält das 80er Jahre Haus nach dem Modernisieren den Gebäude-Energieausweis B – eine deutliche Steigerung.

Das Erneuern einer Heizung klingt zwar nach einer großen Herausforderung, die für betroffene Immobilienbesitzer mit viel Aufwand, Baulärm und Dreck verbunden ist. Doch das muss nicht sein. In unserem Beispiel können die Heizkörper in Verbindung mit der neuen Wärmepumpe weitergenutzt werden. Dazu ist es grundsätzlich erforderlich, dass die bestehenden Heizkörper mit der Vorlauftemperatur der neuen Wärmepumpenheizung kompatibel sind. Wenn das so ist, betrifft Ölheizung erneuern nur den Heizkessel im Keller und nicht das gesamte Heizsystem des Hauses.

Heizkosten verringern und Förderung erhalten

Wärmepumpen machen darüber hinaus nicht so starke Betriebsgeräusche, wie häufig angenommen wird – ganz im Gegenteil, sie sind sogar richtig leise und stellen für Hausbesitzer keinen Störfaktor dar. Im veralteten Einfamilienhaus wollten wir nicht nur die Ölheizung erneuern, sondern mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe punkten. Das ist auch dadurch gewährleistet, dass bei dieser Art der Wärmepumpenheizung keine Genehmigungen oder komplexen Installationen nötig sind.

 

Was vielen Modernisierern die größten Sorgen bereitet, sind verständlicherweise die Kosten für den Wechsel der Heizung. Wärmepumpen wirken im Kostenvergleich zu einer neuen Ölheizung zunächst teuer, allerdings sollte man wissen, dass es eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt. Die Zuschüsse für die energetische Sanierung sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig und müssen daher individuell errechnet werden.

Ölheizung erneuern und Vorzüge erleben

Im laufenden Betrieb ist eine Wärmepumpe als Heizung dann sogar vergleichsweise günstig. Ab und an muss sie zwar gewartet werden – so prüft ein Fachbetrieb für Kälte- und Klimatechnik beispielsweise die Kältemittelleitungen auf Dichtheit oder reinigt einen Filter – aber diese Kosten sind vergleichsweise gering. All diese Vorzüge machen deutlich, dass der Austausch der Heizung bei der Modernisierung von Häusern eine zentrale Rolle übernehmen. Wer seine Ölheizung erneuern möchte, findet in einem solchen Gerät genau den richtigen Ersatz. Die Wärmepumpe ist ein kluges Investment ins eigene Zuhause.

 

Neugierig geworden?
Hier gibt es weitere Informationen rund um die Wärmepumpen von Stiebel Eltron.