Speicherheizung

  • Lieber Energie speichern als verschenken.

    Private Elektrospeicher mit neuem Einsatz

    Eine völlig neue Bedeutung können Speicherheizungen vor dem Hintergrund der Energiewende erhalten. Die vorhandenen Kapazitäten z.B. in Pumpspeicher-Wasserkraftwerke reichen nicht aus, um zu Spitzenzeiten die stark schwankenden Strommengen und Photovoltaikanlage aufzunehmen. Die Speicherheizungen können hier als thermische Speicher zur Netzentlastung genutzt werden.

    Denn mehr als 1 Million Wohneinheiten in deutschland verfügen noch über Elektrospeicherheizungen und bieten damit 5 mal mehr Speicherkapazität als die vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke.

    Modernisierung - eine Investition für Nutzer und Umwelt

    Allein die Kombination einer elektronischen außentemperaturgeführten Aufladesteuerung mit neuen Wärmespeichern spart erfahrungsgemäß bis zu 20 Prozent Energie - im Vergleich zu einer älteren Speicherheizungsanlage ohne witterungsgeführte Aufladesteuerung.

    Da moderne Wärmespeicher über elektronische Laderegler und ein wesentlich besseres Wärmerückhaltvermögen verfügen, lässt sich die Wunschtemperatur genau regeln und erreichen. Auch die noch vorhandene Restwärme wird deutlich exakter erfasst und somit nur die fehlende Energiemenge nachgeladen.

    Da die Stromerzeugung durch Wind und Sonne immer wieder schwankt, soll auch das Speichervolumen bestehender Wärmespeicheranlagen genutzt werden, um Netzüberschüsse gezielt abzubauen.

    Export-Import-Übersicht

    • Der Ausbau von erneuerbaren Energien erfordert die Schließung und Nutzung von Speichermöglichkeit
    • Nicht ausreichend genutzte Speichermöglichkeiten bedingen den Export von Überkapazitäten
    • Der Exportüberschuss im Jahr 2013 beträgt 34,3 Twh
    • Speichermöglichkeiten sind aber theoretisch vorhanden

    Speicherpotenziale

    • Vorhandenes Speicherpotenzial in Form von thermischen Speichern
    • Zur Nutzung bedarf es eines intelligenten Lastmanagements
    • Überkapazitäten (Saldo) und Speicherpotenzial sind im Jahresverlauf weitgehend gleich

    Die Energiewende ist da

    Werden die Wärmespeicheranlagen im Rahmen eines Lastmanagements eingesetzt verschiebt sich der Strommix zusätzlich zu Gunsten erneuerbarer Energien und verbessert somit die Ökobilanz der Nachtspeicherheizungen. Schon heute können moderne Speicherheizungen zum Lastmanagement uns verbesserte Integration des regenerativ erzeugten Stroms beitragen.

    Die zeitliche Lastenverschiebung entlastet Verbraucher und Netze.

    Vorwärtssteuerung (VST): Laden von 22:00 Uhr bis 03:00 Uhr - 2,71 Cent/kWh, 27,05 Euro/MWh. Rückwärtssteuerung: Laden von 01:00 Uhr bis 06:00 - 1,82 Cent/kWh, 18,2 Euro/MWH; das sind 33 Prozent Einsparung im Vergleich zur Vorwärtssteuerung. Intelligente Lastverschiebung: Laden von 05:00 Uhr bis 10:00 Uhr - 0,42 Cent/kWh, 4,16 Euro/MWh; das sind 85 Prozent Einsparung im Vergleich zur Vorwärtssteuerung.

    Wichtige Funktion der Wärmespeicher für Energiewende anerkannt

    Seit der EnEV 2014 ist die Außerbetriebnahmepflicht für ältere Speicherheizungsanlagen entfallen, die in §10a der EnEV 2009 gefasst war. Die Bestandsanlagen können damit über 2020 hinaus betrieben werden, auch wenn sie schon älter als 30 Jahre sind.

    Heute stehen wir vor dem Problem, wie wir regenerative und umweltfreundlich erzeugte Energien, wie z. B. Windenergie, am besten speichern können. Elektrische Raumheizsysteme bieten eine Möglichkeit dazu. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung eine entsprechende Gesetzesänderung verabschiedet. Diese sieht keine Außerbetriebnahme von elektrischen Raumheizsystemen ab dem 1. Januar 2020 mehr vor, sondern erlaubt deren Betrieb vielmehr über das Jahr 2020 hinaus.

    Vorteile der Änderung

    Elektrische Raumheizsysteme laden sich nachts in den sogenannten Schwachlastzeiten auf und geben die Wärme am folgenden Tag durch integrierte Raumtemperaturregler bedarfsgerecht ab. Der Abnehmer profitiert dabei von den vergünstigten Nachtstrom-Tarifen, weil durch elektrische Raumheizsysteme mit Wärmespeicherung die „Nachttäler“ der Energieversorger gefüllt und durch eine konstante Leistungsabgabe wirtschaftlicher betrieben werden können.

    Die Initiative zur Aufhebung dieser Regelung ging direkt vom Deutschen Bundestag aus. Die Politiker reagierten damit auf den stetig wachsenden Anteil umweltfreundlicher erneuerbaren Energien im Strommix sowie die damit verbundenen Anforderungen an die Speicherung und Nutzung.