Hochburg bei Emmendingen

Referenz
Moderne Heiztechnik im Denkmal: Eine STIEBEL ELTRON-Wärmepumpe sorgt für Komfort in der 1.000 Jahre alten Burgruine.
Das Bauvorhaben

Eine unsichtbare Lösung für ein sensibles Gebäude
Öl, Gas oder Pellets kamen nicht infrage: zu aufwendig in der Installation oder im Betrieb, zu feuchte Umgebung oder schlicht nicht vereinbar mit dem historischen Gemäuer. Auch ein sichtbares Außengerät war aus Denkmalschutzgründen keine Option.
Erbo Vetter, Heizungsbaumeister bei der Welte Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik in Herbolzheim, hat den Verein zur Erhaltung der Hochburg schließlich bei dem Vorhaben beraten. „Eine innenaufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe ist hier technisch die beste Lösung, weil so keine äußeren Eingriffe an der Burgruine nötig sind, die Antriebsenergie Strom in der Burg bereits verfügbar ist und die Wärmepumpe Zukunftssicherheit bietet.“ Die Entscheidung für das passende Modell fiel Erbo Vetter leicht: Seit 28 Jahren plant, installiert und betreut er bereits Anlagen der Marke STIEBEL ELTRON. „Als einer der wenigen Anbieter hat STIEBEL ELTRON mit der WPL 24 I eine entsprechend leistungsstarke, innenaufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe im Programm.“

Das Konzept hat den Verein zur Erhaltung der Hochburg überzeugt. Der Einbau der neuen Wärmepumpe erfolgte im unteren Chorraum der ehemaligen Burgkapelle. Luftansaugung und -auslass werden unauffällig über bestehende Öffnungen sichergestellt: ein vergittertes Fenster und einen alten Abortschacht. Von außen ist die Technik nicht zu sehen – und auch kaum zu hören. Die Heizleistung der Anlage liegt bei ordentlichen 12 KW. „Eine für Einfamilienhaus-Altbauten übliche Heizlast, die die WPL 24 I locker deckt“, weiß Vetter aus Erfahrung.
Neben der Wärmepumpe wurden Niedertemperaturheizkörper und Gebläse-Konvektoren ergänzt. Die gesamte Anlage ist modular erweiterbar – beispielsweise für den benachbarten Archivturm. Bei der Warmwasserbereitung setzt der Verein zur Erhaltung der Hochburg bereits seit Jahren auf Produkte aus dem Hause Stiebel Eltron: Durchlauferhitzer beziehungsweise Kleinspeicher sorgen in Küche und Waschräumen für warmes Wasser. Und auch die Digitalisierung hält Einzug in der Burg: „Die Hochburg ist nicht dauerhaft besetzt“, erklärt Matthias Brecht von Stiebel Eltron. „Doch dank des Internet Service Gateways und den Gebläsekonvektoren ist die Steuerung der Heizungsanlage remote möglich: Per Smartphone oder PC kann die Wärmepumpe aus der Ferne in kurzer Zeit ein- und ausgeschaltet, eingestellt und optimiert werden oder es kann auch auf Störmeldungen eingegangen werden.“
Ein Wärmepumpenprojekt, das seinesgleichen sucht
Erbo Vetter beschreibt das Projekt als „einmalig in unserer langjährigen Praxis“. Denn nicht nur die Planung, auch der Arbeitsort stellte Herausforderungen: „Wir mussten die Anlage teilweise per Traktor auf die Hochburg bringen. Außerdem haben wir es hier mit einem Mauerwerk von über einem Meter Dicke zu tun, was die Rohrleitungsführung natürlich erschwert.“ Mit der neuen Anlage ist Axel Brinkmann durchweg zufrieden: „Wir wollten eine Lösung, die in die Burg passt und technisch überzeugt – und das ist uns gelungen. Die Anlage liefert uns Wärme genau dann, wenn wir sie benötigen und wo wir sie benötigen und ist zudem einfach in der Handhabung.“
„Die Hochburg ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie moderne Wärmepumpentechnik selbst unter anspruchsvollen Bedingungen eingesetzt werden kann – im Einklang mit Geschichte und Architektur“, resümiert Brecht.



