Wärmepumpe für Ihren Altbau: Lohnt sich der Umstieg wirklich?

Inhaltsverzeichnis
- Schnell-Check: Passt eine Wärmepumpe zu Ihrem Altbau?
- Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
- Vergleich Wärmepumpe und Gasheizung: So viel können Sie sparen
- Voraussetzungen für eine Wärmepumpe im Altbau
- Die beste Wärmepumpe für Altbauten
- Kosten einer Wärmepumpe im Altbau
- Häufig gestellte Fragen zu Wärmepumpen im Altbau
Altbausanierung – so heizt man heute

Nutzen Sie Einsparpotenziale in Ihrem Altbau
Ein Mythos hält sich hartnäckig: Wärmepumpen funktionieren nur im Neubau. Viele Hausbesitzer sind deshalb unsicher, ob sich eine Wärmepumpe im Altbau überhaupt lohnt oder ob hohe Kosten und aufwendige Umbauten drohen. Zu hohe Vorlauftemperaturen, schlechte Dämmung, alte Heizkörper – der Umstieg wirkt kompliziert und teuer.
Die Realität: In den meisten Altbauten ist eine Wärmepumpe heute problemlos möglich – und oft sogar günstiger als Gas oder Öl. Der entscheidende Punkt ist nicht das Baujahr oder die Dämmung Ihres Hauses, sondern wie effizient Ihr Heizsystem arbeitet.
In diesem Ratgeber bekommen Sie keine pauschalen Aussagen, sondern eine klare Entscheidungsgrundlage:
- Wann sich eine Wärmepumpe im Altbau wirklich lohnt
- Wie hoch Kosten und Einsparungen realistisch sind
- Und ob Ihr Haus geeignet ist – in unter 2 Minuten

1. Heizenergiebedarf ermitteln: Ein Blick auf Ihre Gasrechnung
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, einen schnellen ersten Eindruck zu bekommen, ob sich eine Wärmepumpe für Ihr Bestandsgebäude lohnt. Möglichkeit 1 ist die Prüfung des Heizenergiebedarfs. Der Heizenergiebedarf gibt an, wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter und Jahr zum Heizen benötigt. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Heizenergieverbrauch, desto effizienter und stromsparender arbeitet eine Wärmepumpe. Laut einer Langzeitstudie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme gilt ein Heizenergiebedarf von bis zu 150 kWh pro Quadratmeter und Jahr als guter Richtwert für den wirtschaftlichen Betrieb einer Wärmepumpe im Altbau.
Im Vergleich zu Gasheizungen und Ölheizungen schneiden Wärmepumpen in Altbauten oft besser ab. Ob das in ihrem Fall ebenfalls zutrifft, können Sie einfach herausfinden. Dafür benötigen Sie als Erstes den individuellen Heizenergiebedarf Ihres Hauses. Am schnellsten können Sie diesen über den Energieausweis Ihres Hauses herausfinden. Haben Sie keinen, können Sie den Heizenergiebedarf aber auch selbst berechnen.
So finden Sie den Heizenergiebedarf raus
- Wohnfläche bestimmen Rechnen Sie die Quadratmeteranzahl aller beheizten Räume in Ihrem Haus zusammen.
- Verbrauchsdaten heranziehen Schauen Sie in Ihre Rechnungen für Ihre Gasheizung der letzten Jahre. Idealerweise nutzen Sie die Werte der letzten zwei bis drei Jahre, um Schwankungen auszugleichen. Ziehen Sie den Warmwasserbedarf (im Schnitt 1.000 kWh pro Person pro Jahr) ab. Sie haben eine Ölheizung? Dann wird Ihr Verbrauch in Litern angegeben. Multiplizieren Sie die Literangabe mit 10, um auf die benötigten Kilowattstunden für die Rechnung zu kommen.
- Durchschnitt berechnen Addieren Sie die Jahresverbräuche und teilen Sie durch die Anzahl der Jahre. So erhalten Sie einen realistischen Durchschnittswert.
- Bedarf pro Quadratmeter ermitteln Teilen Sie den durchschnittlichen Jahresverbrauch durch Ihre Wohnfläche. Das Ergebnis zeigt Ihnen, wie viel Energie Ihr Haus pro Quadratmeter benötigt.
Je weniger Energie Ihr Gebäude benötigt, desto effizienter arbeitet das System. Das macht sich in den laufenden Kosten bemerkbar – ganz egal, ob Sie eine konventionelle Heizung oder eine Wärmepumpe haben. Entscheidend sind unter anderem die Bauweise, die Qualität der Außenwände sowie der vorhandene Dämmstandard. Besonders gute Voraussetzungen bestehen bei Gebäuden, die nach der dritten Wärmeschutzverordnung von 1995 errichtet wurden, oder bei Gebäuden, die nachträglich optimiert wurden. Diese Verordnung berücksichtigte den technischen Fortschritt im Bereich der Gebäudedämmung und verschärfte die Anforderungen an den Wärmeschutz von Neubauten deutlich.
Seit den 1990er Jahren kamen beispielsweise zunehmend moderne Wärmeschutzfenster und verbesserte Dämmmaterialien zum Einsatz. Dadurch verfügen viele Häuser ab Baujahr 1995 bereits über einen Wärmeschutzstandard, der den effizienten und wirtschaftlichen Einsatz einer Wärmepumpe oft auch ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen ermöglicht.

2. Vorlauftemperatur ermitteln mit dem EE-fit-Test
Eine andere Möglichkeit, einen Eindruck zu bekommen, ob sich eine Wärmepumpe in Ihrem Altbau lohnt, ist die Ermittlung der Vorlauftemperatur Ihrer Heizung. Diese sollte für einen möglichst effizienten Betrieb einer Wärmepumpe bei bis zu 55°C liegen. Die Vorlauftemperatur können Sie am besten mit dem EE-fit-Test berechnen:
- Führen Sie den Test an einem kalten Wintertag durch. Die Temperaturen sollten am besten schon seit ein paar Tagen unter null liegen.
- Senken Sie die Vorlauftemperatur über die Heizkurve auf der Temperaturanzeige oder dem Heizkessel-Display auf 55°C ab.
- Öffnen Sie die Heizkörper in Ihrem Haus vollständig, sobald die Vorlauftemperatur erreicht ist.
Ergibt Ihr EE-Fit-Test, dass Sie mit einer Vorlauftemperatur von bis zu 55°C Ihr Zuhause nicht warm bekommen, ist der Einsatz einer Wärmepumpe dennoch nicht ausgeschlossen. In der Regel lässt sich die Vorlauftemperatur durch den Austausch von Heizkörpern senken.
Warum ist die Vorlauftemperatur so wichtig?

3. Heizkörper: Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau mit alten Heizkörpern?
Ja! Mit einer Wärmepumpe können Sie im Altbau auch mit alten Heizkörpern effizient heizen. Eine Fußbodenheizung ist zwar sinnvoll, weil Sie dadurch noch effizienter heizen können. Notwendig ist sie aber nicht. Entscheidend ist, dass das Gesamtsystem sinnvoll abgestimmt wird. Ihr Fachhandwerker schaut sich bei der Planung der richtigen Wärmepumpe Ihr Zuhause genau an und berät Sie vollumfänglich, ob sich eine Wärmepumpe lohnt. In vielen Fällen können bestehende Heizkörper einfach weiter genutzt werden. Falls nötig, optimiert Ihr Fachhandwerker einzelne Heizflächen. Zum Beispiel durch größere Modelle oder einen hydraulischen Abgleich.
Zusätzlich bieten moderne Wärmepumpen wie die neue Wärmepumpenserie WPL-A ausreichend Leistung, um auch höhere Vorlauftemperaturen zuverlässig bereitzustellen. So holen Sie mit einer Wärmepumpe im Altbau das Maximum aus Ihrem bestehenden Heizsystem heraus, ohne alles neu aufbauen zu müssen.
Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
In den meisten Fällen lohnt sich eine Wärmepumpe auch im Altbau. Denn solange die Wärmepumpe effizient arbeiten kann, macht es insbesondere in Hinblick auf schwankende Gas- und Ölpreise Sinn, auf eine Wärmepumpe im Altbau zu wechseln. Eine Wärmepumpe nutzt vorhandene Umweltenergie aus Luft, Erde oder Wasser und wandelt sie in Heizwärme für Ihr Zuhause um. Statt Energie zu verbrennen, macht sie sich Umweltenergie, konkret Wärmeenergie aus der Umgebungsluft, effizient zunutze. Was das für Sie im Alltag bedeutet? Weniger Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, planbarere Heizkosten und ein System, das das ganze Jahr über zuverlässig arbeitet.
Unabhängig von Gas und Öl
Nutzen Sie kostenlose Umweltenergie und machen Sie sich unabhängiger von schwankenden Energiepreisen.
Niedrigere Betriebskosten
Profitieren Sie von hoher Effizienz: Aus 1 kWh Strom entstehen etwa 3–5 kWh Wärme. Zur weiteren Kostenreduzierung kann eine Kombination mit einer Photovoltaikanlage dienen.
Attraktive staatliche Förderung
Senken Sie Ihre Investitionskosten deutlich – beim Heizungstausch sind Förderungen von bis zu 70 % möglich.
Weniger CO₂-Ausstoß
Heizen Sie klimafreundlicher und reduzieren Sie Ihre Emissionen spürbar im Vergleich zu fossilen Heizsystemen.
Ist eine Wärmepumpe im Altbau wirklich sinnvoll? Studienergebnisse des Fraunhofer ISE
Laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts ist der Einbau einer Wärmepumpe auch im Altbau sinnvoll. Im Rahmen des Forschungsprojekts „WP-QS im Bestand“ wurden über 4 Jahre hinweg 77 Bestandsgebäude im realen Betrieb analysiert, um die Praxistauglichkeit von Wärmepumpen unter Alltagsbedingungen zu bewerten.
Das Ergebnis: Wärmepumpen erreichen auch in unsanierten oder teilsanierten Altbauten hohe Effizienzwerte (durchschnittliche Jahresarbeitszahlen von etwa 3,4 bei Luft-Wärmepumpen und bis zu 4,3 bei Erdwärmesystemen) und verursachen rund 64 % weniger CO₂-Emissionen als Gasheizungen. Entscheidend ist dabei nicht das Baujahr des Gebäudes, sondern vor allem die richtige Planung und eine passende Vorlauftemperatur.
Noch wirtschaftlicher wird die Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Ein Teil des benötigten Stroms wird dabei direkt auf dem eigenen Dach erzeugt und für den Betrieb der Wärmepumpe genutzt. Das senkt nicht nur die laufenden Kosten spürbar, sondern erhöht auch Ihre Unabhängigkeit von Stromkosten. In der Praxis sind so Autarkiegrade von über 60 % möglich. Für Sie bedeutet das: noch mehr Planungssicherheit, geringere Energiekosten und ein insgesamt deutlich nachhaltigeres Heizsystem.
Vergleich Wärmepumpe und Gasheizung: so viel können Sie sparen
Rechenbeispiel: Einsparung mit einer Wärmepumpe im Vergleich zu Gas- und Ölheizungen
Wenn Sie den Heizenergiebedarf Ihres Hauses berechnet haben oder bereits kennen, können wir uns jetzt den Vergleich zu Ölheizungen oder Gasheizungen anschauen. Um das etwas anschaulicher zu machen, nehmen wir ein Beispiel:
Eine 4-köpfige Familie lebt in einem teilsanierten Altbau, Baujahr 1980, mit rund 160 m² Wohnfläche. Die Familie hat ihren jährlichen Heizenergiebedarf abgelesen. Jetzt vergleichen Sie die monatlichen Kosten der unterschiedlichen Heizsysteme:
- Ölheizung: Für den Wärmebedarf werden pro Jahr rund 3.300 Liter Heizöl benötigt. Dadurch entstehen monatliche Heizkosten von ca. 300 € (abhängig vom Ölpreis, gerechnet mit 1,10 EUR/l).
- Gasheizung: Für den Wärmebedarf werden rund 33.000 kWh Erdgas benötigt (inkl. Verluste). Bei 8,7 ct/kWh entstehen monatliche Heizkosten von ca. 240 €.
- Wärmepumpe: Die Wärmepumpe deckt den Bedarf mit etwa 7.700 kWh Strom. Bei einem vergünstigten Wärmepumpentarif mit Stromkosten von 22 ct/kWh liegen die Kosten bei rund 140 € pro Monat.
Das Ergebnis zeigt: Im Vergleich zu konventionellen Ölheizungen oder Gasheizungen könnte die Familie mit einer Wärmepumpe in ihrem Altbau mindestens 100€ Heizkosten pro Monat einsparen. Noch lohnender wird die Rechnung, wenn Sie Ihre Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombinieren. Dann nutzen Sie einen Teil Ihres Stroms einfach selbst und senken Ihre laufenden Kosten weiter spürbar.

Wärmepumpe Altbau: Intelligente Integration ins Energiemanagement
Eine Wärmepumpe im Altbau lässt sich heute problemlos in ein bestehendes Home Energy Management System (HEMS) integrieren. Wenn Sie bereits eine Photovoltaikanlage nutzen und Ihr Energiemanagement intelligent steuern, können unsere Wärmepumpen nahtlos in die vorhandene Infrastruktur eingebunden werden. Dank der standardmäßig integrierten Schnittstellen SG Ready (Relaiskontakt) und Modbus TCP ist die Kommunikation mit Energiemanagement-Systemen verschiedener Hersteller sichergestellt.
Gerade bei der Heizungsmodernisierung im Altbau bietet die Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaik und Energiemanagement erhebliche Vorteile. Das HEMS vernetzt die Wärmepumpe im Bestandsgebäude mit Ihrer PV-Anlage, dem Batteriespeicher, der Wallbox für Ihr Elektroauto und weiteren Stromverbrauchern. Dadurch wird überschüssiger Solarstrom gezielt genutzt und der Eigenverbrauch optimiert.
Mit einer intelligent gesteuerten Wärmepumpe im Altbau senken Sie nachhaltig Ihre Energiekosten, steigern die Effizienz Ihrer Heizungsanlage und behalten jederzeit den Überblick über Ihr gesamtes Energiesystem. So wird die Wärmepumpe zur zukunftssicheren Lösung für die energetische Sanierung und die nachhaltige Wärmeversorgung im Altbau.
Was sind die Voraussetzungen für eine Wärmepumpe im Altbau?
Grundsätzlich gibt es keine pauschalen Voraussetzungen für Wärmepumpen im Altbau: Auch ungedämmte und unsanierte Altbauten können mit modernen Wärmepumpen effizient geheizt werden – und das zeigen auch Praxisergebnisse:
- Auch unsanierte Altbauten erreichen gute Effizienzwerte
- Heizkörper können meist weiter genutzt werden
- Dämmung verbessert Effizienz, ist aber keine Voraussetzung
Entscheidend ist immer die richtige Planung – nicht der Zustand des Hauses allein. Mit dem richtigen Berater an Ihrer Seite lässt sich für fast alle Szenarien eine sinnvolle Lösung finden.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?
Wärmepumpen im Altbau – geht das? In unserer Akademie in Holzminden erklären wir innovative Haustechnik: Zum Beispiel, dass Wärmepumpen natürlich auch im Altbau eingesetzt werden können – einfach und verständlich!
Ja! Wärmepumpen können auch in ungedämmten Altbauten effizient heizen. Natürlich hilft eine gute Dämmung immer, Energie zu sparen – ganz unabhängig vom Heizsystem. Aber: Sie ist keine Voraussetzung für den Einsatz einer Wärmepumpe. Auch hier ist viel wichtiger, dass die Wärmepumpe passend zu Ihrem Gebäude ausgelegt wird.
Das Bestandsgebäude muss nicht zur Wärmepumpe passen, sondern die Wärmepumpe muss so ausgelegt und geplant werden, dass sie zu dem Bestandsgebäude passt.
Fazit: Sie können den Umstieg auch ohne Komplettsanierung angehen und Schritt für Schritt optimieren. So behalten Sie die Kontrolle über Ihre Investition und machen Ihr Zuhause gleichzeitig fit für die Zukunft.
Um eine Wärmepumpe im Altbau effizient zu betreiben, sind oft keine Sanierungen notwendig. Unsere Fachpartner planen und legen die Wärmepumpe so aus, dass sie exakt zu Ihrem Gebäude passt. Einen guten Richtwert gibt die Vorlauftemperatur: Reichen für Ihre Heizung Werte von bis zu 55°C aus, können Sie Ihren Altbau in der Regel effizient mit einer Wärmepumpe betreiben.
Ergibt Ihr EE-Fit-Test, dass Sie Ihr Zuhause mit einer Vorlauftemperatur von bis zu 55°C nicht warm bekommen, ist der Einsatz einer Wärmepumpe im Altbau dennoch nicht ausgeschlossen. Sie können verschiedene Maßnahmen vornehmen, um auf die umweltfreundliche Wärmepumpe im Altbau zu wechseln.
Am besten setzen Sie sich dafür mit Ihrem Fachhandwerker zusammen, der verschiedene kleinere Sanierungsmaßnahmen prüfen kann:
- Austausch der Heizkörper: Hierfür führt er einen hydraulischen Abgleich durch. Er prüft also, ob die Heizungsanlage auf die Heizkörper gut abgestimmt ist. Zu kleine Heizkörper werden gegebenenfalls gegen größere ersetzt, um die Heizfläche zu erhöhen.
- Austausch alter Thermostate: Auch das kann eine Absenkung der nötigen Vorlauftemperatur von bis zu 55°C bewirken.
Falls das nicht ausreicht, können Sie die Energieeffizienz mit größeren sinnvollen Sanierungen entscheidend verbessern:
- Einbau einer Fußbodenheizung oder Einsatz von Großflächenheizkörpern
- Dämmung des Hauses
- Einbau neuer Fenster
Ehrlich gesagt: selten. Aber es gibt Fälle. Herausfordernd wird es, wenn:
- Vorlauftemperatur dauerhaft über 75 °C liegt
- Sehr hoher Energiebedarf (> 180 kWh/m²)
- Keine Optimierung möglich sind, um einen etwaigen hohen Energiebedarf zu senken
Lösung oft trotzdem möglich durch:
- größere Heizkörper
- Hybridlösung
Welche Wärmepumpe ist die beste für Altbauten?
Für die meisten Altbauten ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (oft Luftwärmepumpe genannt) die beste Wahl. Sie lässt sich einfach installieren, benötigt nur geringe bauliche Anpassungen und arbeitet in Bestandsbauten zuverlässig mit bestehenden Heizkörpern. Unsere Empfehlung: die neue WPL-A-Serie von STIEBEL ELTRON. Die Modelle aus der neuen Serie schaffen ohne Probleme Vorlauftemperaturen von bis zu 75°C und sind damit perfekt als Wärmepumpen für Altbauten geeignet.
Wärmepumpen arbeiten nicht alle nach dem gleichen Prinzip. Je nach System nutzen sie unterschiedliche Energiequellen und unterscheiden sich dadurch auch in ihrer Funktionsweise, Effizienz und den Anforderungen an Ihr Gebäude. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick: Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, welche Wärmepumpe für Ihren Altbau am besten geeignet ist.
Übersicht der für Altbauten geeigneten Wärmepumpen
Wärmepumpen-Art | Luft-Wasser-Wärmepumpe WPL-A Plus | Luft-Wasser-Wärmepumpe WPL-A Trend | Sole-Wasser-Wärmepumpe WPE-I Plus |
|---|---|---|---|
Eignung für Altbau | sehr gut | sehr gut | sehr gut |
Anschaffungskosten | Mittel | gering | hoch |
Bauarbeiten | gering | gering | hoch |
Vorteile | – niedrigeres Invest – i. d. R. einfachere Integration an Grundstücken mit gewachsener Vegetation, da keine räumlich begrenzte Erdarbeiten notwendig – flexibel mit Heizkörpern & Flächenheizung kombinierbar | – niedrigeres Invest – i. d. R. einfachere Integration an Grundstücken mit gewachsener Vegetation, da keine räumlich begrenzte Erdarbeiten notwendig – flexibel mit Heizkörpern & Flächenheizung kombinierbar | – Wärmepumpen-Technologie mit höchster Effizienz, da Temperatur der Wärmequelle (Tiefenbohrung oder Flächenkollektoren) in Wintermonaten meist deutlich oberhalb der Luftaußentemperatur – flexibel mit Heizkörpern & Flächenheizungen kombinierbar |
Nachteile | – etwas niedrigere Effizienz im Betrieb bei sehr niedrigen Außentemperaturen auch aufgrund regelmäßig erforderlicher Abtauzyklen des Verdampfers | – etwas niedrigere Effizienz im Betrieb bei sehr niedrigen Außentemperaturen auch aufgrund regelmäßig erforderlicher Abtauzyklen des Verdampfers | – Bei Nutzung von Erdsonden – Bohrung genehmigungspflichtig – bei Verwendung von Flächenkollektoren große Grundstücksgröße benötigt und umfassende Erdarbeiten erforderlich |
Üblicher SCOP (bei 35°C) | > 4 | > 4 | > 5 |
Installationsaufwand | Nur geringfügige Baumaßnahmen notwendig | Nur geringfügige Baumaßnahmen notwendig | Vertikale Erdwärmesonde oder horizontal verlegte Rohrleitungen benötigt |
Förderfähigkeit bis zu 70 %* | Ja | Ja | Ja |
Unsere Wärmepumpe in der Praxis
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Kosten einer Wärmepumpe im Altbau
Die Kosten für eine Wärmepumpe im Altbau hängen von mehreren Faktoren ab. Zum Beispiel von der Größe Ihres Hauses, der gewählten Technologie und den baulichen Gegebenheiten. Für ein typisches Einfamilienhaus können Sie für Anschaffung, Material und Installation rechnen:
- Luft-Wasser-Wärmepumpe: 24.000 bis 32.000 €
- Sole-Wasser-Wärmepumpe (mit Flachkollektor): 29.000 bis 39.000 €
- Sole-Wasser-Wärmepumpe (mit Tiefenbohrung): 40.000 bis 50.000 €
Dabei setzen sich die Gesamtkosten aus mehreren Bausteinen zusammen:
- Produktkosten für die Wärmepumpe selbst
- Materialkosten für Zubehör wie Speicher, Leitungen oder Systemkomponenten
- Erschließung der Wärmequelle
- Installationskosten für Einbau und Inbetriebnahme durch den Fachbetrieb
Diese Angaben geben jedoch nur eine erste Orientierung. Eine valide Aussage Ihrer Investitionskosten kann nur nach Abfrage aller relevanten Faktoren getroffen werden. Mit unserem kostenlosen Wärmepumpen-Angebotsservice erhalten Sie nach Eingabe Ihrer persönlichen Rahmenbedingungen eine individuelle Auswahl an Wärmepumpenlösungen sowie eine erste Kostenindikation. Aktuell profitieren Sie zudem von der besten Wärmepumpen-Förderung beim Heizungstausch, die die Kosten um bis zu 70% senken.
Effizienz-Bonus: Höhere Förderung für R290-Luft-Wasser-Wärmepumpe
Wärmepumpen mit dem natürlichen Kältemittel R290 sind in Anschaffung und Installation nicht zwangsläufig teurer als Modelle mit konventionellen Kältemitteln. Dank ihrer hohen Effizienz profitieren Sie jedoch von dauerhaft niedrigen Betriebskosten. Zudem erhalten Sie beim Austausch Ihrer Heizung im Rahmen der BEG-Förderung einen zusätzlichen Effizienzbonus von 5 %. In Kombination mit der Basisförderung von 30 % und dem Geschwindigkeitsbonus von 20 % können für eine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe Förderquoten von bis zu 55 % erreicht werden – in bestimmten Fällen sogar bis zu 70 %.*
Dieter Blum aus Kassel setzte bei seiner Heizungsmodernisierung in seinem Haus, Baujahr 1927, auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe WPL-A von STIEBEL ELTRON. „Mir wurde für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe das Kältemittel R290 empfohlen, damit bekomme ich noch 5 % mehr Förderung. „Ich habe eine Förderung in Höhe von 55 % für den Höchstbetrag von 30.000 € von der KfW erhalten“, erzählt er. Mit seiner Wärmepumpe ist er sehr zufrieden: "Die Wärmepumpe ist sehr leise und unser Haus ist angenehm warm", so sein Fazit.
Wie sind die gesetzlichen Vorgaben zu Heizsystemen im Altbau?
Mit dem sogenannten Heizungsgesetz (Gebäudeenergiegesetz) hat der Staat den Weg klar vorgegeben: Heizen mit erneuerbaren Energien wird Schritt für Schritt zum Standard. Ziel ist es, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren und den Klimaschutz im Gebäudesektor voranzutreiben.
Für Sie als Hausbesitzer bedeutet das konkret: Neue Heizungen müssen künftig zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese Vorgabe greift auch im Bestand, sobald die kommunale Wärmeplanung vorliegt. In großen Städten ist das bereits ab 2026, in kleineren Kommunen spätestens ab 2028 der Fall.
Mit einer Wärmepumpe in Ihrem Altbau entscheiden Sie sich schon heute für eine Lösung, die diese Anforderungen erfüllt. Sie sind unabhängig von zukünftigen gesetzlichen Verschärfungen, profitieren von Förderungen und machen Ihr Zuhause fit für die Zukunft.
Wenn Sie sich für den Wechsel zu einer Wärmepumpe entschieden haben, braucht es nur wenige Schritte, bis das Heizsystem in Ihrem Altbau einsatzbereit ist. Mit unserem Angebotsservice bekommen Sie in nur 2 Minuten ein Angebot mit individueller Konfiguration.
STIEBEL ELTRON: Ihr Partner für eine Wärmepumpe im Altbau

Eine Wärmepumpe im Altbau ist heute in den meisten Fällen nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich und zukunftssicher. Sie profitieren von niedrigeren laufenden Kosten, machen sich unabhängiger von fossilen Energien und erfüllen schon heute die Anforderungen von morgen. Entscheidend ist dabei nicht der perfekte Zustand Ihres Hauses, sondern die richtige Planung und eine Lösung, die zu Ihrem konkreten Fall passt.
Deswegen ist es wichtig, einen erfahrenen und kompetenten Partner an Ihrer Seite zu haben. Mit STIEBEL ELTRON bekommen Sie genau das: Seit 50 Jahren entwickeln und fertigen wir Wärmepumpen in Deutschland, mit hoher Fertigungstiefe und strengen Qualitätskontrollen. Über 500.000 installierte Wärmepumpen sprechen für sich. Diese Erfahrung fließt direkt in unsere Produkte, Systeme und Services ein.
Für Sie bedeutet das: Zuverlässigkeit, Effizienz und echte Planungssicherheit. Mit unserer 7-Jahre-Garantie auf Ihr Komplettsystem gehen Sie zusätzlich auf Nummer sicher.















