Nachtspeicherheizung

Ratgeber Heizung
Nachtspeicherheizungen versorgen viele Wohnungen mit Wärme – Raum für Raum und vor Ort sogar emissionsfrei. Fällt eine alte Nachtspeicherheizung aus, muss schnell Ersatz her.
Wie funktioniert eine Nachtspeicherheizung?

Der Kern des Nachtspeichers besteht aus schweren Steinen, die im Ladezustand auf über 600 °C aufgeheizt werden. Zur Abgabe der gespeicherten Wärme saugen Lüfter Raumluft an, führen sie durch den heißen Kern und geben sie anschließend wieder an den Raum ab.
Die Speicherheizung heizt den Raum mit statischer Wärmestrahlung über die warme Oberfläche (nicht regulierbar) und über die eingebauten Lüfter, die von dem Raumtemperaturregler ein- und ausgeschaltet werden. Dies geschieht so lange, bis die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist.
Je größer die Differenz zwischen Soll- und Ist-Temperatur des Raumes ist bzw. je kälter es im Raum ist, desto mehr Energie muss nachts aufgenommen und gespeichert werden.
Wie lange hält eine Nachtspeicherheizung warm?

Eine normale Nachtspeicherheizung hat einen Lade- und Abgabe-Zyklus. Er wird über einen Zeitraum von maximal 8 Stunden – meist nachts – aufgeladen und gibt dann über 16 Stunden die gespeicherte Wärme an die Umgebung ab.
Bei Nachtspeichern gibt es das sogenannte Wärmerückhaltevermögen. Bei den Geräten von STIEBEL ELTRON sind das im Durchschnitt circa 55 Prozent. Das bedeutet, dass nach Ablauf von 16 Stunden noch 55 Prozent der vorher gespeicherten Wärme im Gerät zur Verfügung stehen. Die restliche Wärme wurde als statische Wärme an den Raum abgegeben.
C-Plus-Technology: Speicherheizung mit optimierter Effizienz
Ideal ist der Betrieb der elektrischen Speicherheizung über eine zentrale witterungsgeführte Steuerung. Diese ist aber nicht überall vorhanden oder kann nur mit hohem Aufwand nachträglich realisiert werden. Unsere neuesten Speicherheizungen machen den Einbau einer zentralen Steuerung überflüssig: Sie sind dank der integrierten C-Plus-Technology in der Lage, selbstständig den Wärmebedarf des nächsten Tages zu bestimmen – und speichern so viel Energie, wie voraussichtlich benötigt wird.
Zur intelligenten Berechnung nutzt die C-Plus-Technology verschiedene Daten: neben dem aktuellen Wärmebedarf im Raum auch das Nutzerverhalten sowie eine Sicherheitsreserve. Auch die Außentemperatur spielt eine Rolle: Dieser Wert fließt indirekt über den täglichen Wärmebedarf in die Berechnungen ein. In Kombination mit dem integrierten Raumtemperaturregler mit Wochentimerfunktion ist so ein optimaler Energieeinsatz mit maximaler Energiekosteneinsparung möglich.
Speicherheizungen mit der innovativen C-Plus-Technology sind die perfekte Lösung für die Modernisierung, wenn keine Zentralsteuerung vorhanden und deren Nachrüstung auch nicht geplant ist. Ein großer Vorteil ist, dass die Nachtspeicherheizungen nach und nach ausgetauscht werden können – jedes einzelne Gerät erhöht die Effizienz des Gesamtsystems.
Bedienung Ihrer Speicherheizung
Kurz erklärt
Die Heizungsregelung ermittelt anhand der Außentemperatur und einer eingestellten Kennlinie die benötigte Auflademenge in Prozent. Diese Information wird an die elektrische Speicherheizung übergeben: zum Beispiel 60% Aufladung bei 5 °C Außentemperatur.
Die Speicherheizung bekommt also die Information, dass sie ihren Kern bis auf 60% ihrer maximalen Wärmekapazität aufladen muss. Wenn im Speicher noch 10% Restwärme enthalten ist, dann muss die Speicherheizung noch zusätzliche 50% aufladen.
Das bedeutet, dass die Speicherheizung in der Freigabezeit (8h) nur 4 Stunden (50%) Strom aus dem Netz zieht und sich bei Erreichung der 60% Soll-Ladegrad selbstständig ausschaltet.



