Erdwärmepumpe: effizient heizen mit Wärme aus dem Erdreich

Erdwärmepumpe von STIEBEL ELTRON vor grauem Hintergrund

Wärmepumpen-Ratgeber

Die Erdwärmepumpe – auch Sole-Wasser-Wärmepumpe genannt – gilt als effizienteste Heiztechnologie für Wohngebäude. Mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) bis 7 und Energieeffizienzklasse A+++ erzeugt sie aus 1 kWh Strom bis zu 7 kWh Wärme – auch im tiefsten Winter. STIEBEL ELTRON entwickelt und produziert Erdwärmepumpen seit 1976. Dieses Wissen steckt in jeder Erdwärmepumpe.

Vorteile Ihrer STIEBEL ELTRON-Erdwärmepumpe

Geringer Platzbedarf, geräuscharmer Betrieb

Unsere innen aufgestellten Sole-Wasser-Wärmepumpen zum Heizen und Warmwasserbereiten sind besonders kompakt gebaut, sodass sie wenig Platz in Ihrem Heizungsraum benötigen. Im Vergleich zu einer Luft-Wasser-Wärmepumpe benötigen Sie keine Außeneinheit und sparen Platz. Der Warmwasserspeicher und die passive Kühlung sind wahlweise bei Geräten für das Einfamilienhaus integriert.

Erdreichwärme für höchstmögliche Energieeffizienz

Erdwärmepumpen nutzen die konstante Erdtemperatur von 7–12 °C als Wärmequelle – unabhängig von Wetter und Jahreszeit. Unsere WPE-I Plus-Serie erreicht Energieeffizienzklasse A+++ und eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von bis zu 7. In der Praxis übertreffen Erdwärmepumpen Luftwärmepumpen in der Effizienz.

Geringe Heizkosten bei konstanter Leistung

Jahresarbeitszahl (JAZ) bis 7: Aus 1 kWh Strom entstehen bis zu 7 kWh Wärme. In der Praxis bedeutet das geringe Heizkosten. Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage (wie bei Familie Friedrich in unserem Referenzbeispiel, einem 240 m² großen Neubau – von 180 EUR auf 90 EUR/Monat) optimiert die Betriebskosten weiter.

Erdwärmepumpen-Förderung beschleunigt Amortisierung

Bis zu 70 % KfW-Förderung beim Heizungstausch (BEG 2024): Grundförderung 30 % + Klima-Geschwindigkeits-Bonus 20 % + Einkommens-Bonus 30 % + Effizienz-Bonus 5 %. Unser Wärmepumpen-Angebotsservice berechnet Ihre individuelle Wärmepumpe, inklusive möglicher Förderhöhe, kostenlos.

Was bedeutet die Jahresarbeitszahl (JAZ) bei einer Erdwärmepumpe?

Während der COP die Leistung im Testmoment misst, beschreibt die Jahresarbeitszahl (JAZ) die Effizienz im Heizen über das gesamte Jahr. Unsere Erdwärmepumpen erreichen im realen Betrieb eine JAZ bis 7 – das bedeutet: Pro 1 kWh Strom werden durchschnittlich bis 7 kWh Wärme erzeugt.

Was ist eine Erdwärmepumpe?

Funktionsschema Erdärmepumpe

Erdwärmepumpen, auch Sole-Wasser-Wärmepumpen genannt, nutzen die im Erdreich gespeicherte Wärme zur effizienten Beheizung von Wohnräumen sowie zur Warmwasserbereitung. Sie zählen zu den modernen Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien und sind für Altbau und Neubau geeignet.

Eine Erdwärmeheizung für ein Haus basiert auf der sogenannten oberflächennahen Geothermie. Darunter versteht man die im oberen Bereich der Erdkruste gespeicherte thermische Energie, die bis in Tiefen von etwa 400 Metern genutzt werden kann. Diese konstante Wärmequelle steht ganzjährig zur Verfügung und ermöglicht einen zuverlässigen Heizbetrieb unabhängig von Außentemperaturen.

Das Aussehen einer Erdwärmepumpe variiert je nach Hersteller und Modell. Sole-Wärmepumpen von STIEBEL ELTRON verfügen über ein hochwertiges Design in schlichtem Weiß mit einem modernen Display. Neben der technischen Funktion spielt zunehmend auch die Integration in den Wohnraum eine Rolle.

Erdwärmepumpen werden grundsätzlich im Inneren des Gebäudes installiert. Für die Innenaufstellung eignen sich insbesondere Kellerräume, Hauswirtschaftsräume oder separate Technikräume. Diese Platzierung schützt die Anlage vor Witterungseinflüssen und ermöglicht eine kompakte Integration in die Haustechnik.

Wie funktioniert eine Erdwärmepumpe?

Frau hat einen Korb mit Gemüse in der Hand

Eine Erdwärmepumpe (Geothermie-Wärmepumpe) ist ein Heizsystem, das die im Erdreich gespeicherte Wärme nutzt, um Gebäude zu beheizen, Warmwasser zu erzeugen und optional zu kühlen. Sie arbeitet nach dem Prinzip eines thermodynamischen Kreislaufs und zählt zu den nachhaltigsten Heiztechnologien.

Die Funktion einer Erdwärmepumpe basiert auf der Nutzung konstanter Temperaturen im Boden (meist 7–12 °C ab wenigen Metern Tiefe). Die Erdwärme wird aufgenommen, verdichtet und auf ein nutzbares Temperaturniveau gebracht.

  1. Wärmegewinnung aus dem Erdreich: Über ein Rohrsystem im Boden (Erdkollektoren oder Erdsonden) zirkuliert eine Sole (Wasser-Frostschutz-Gemisch). Diese nimmt die vorhandene Erdwärme auf und transportiert sie zur Wärmepumpe.
  2. Verdampfung des Kältemittels: Die aufgenommene Wärme wird im Verdampfer an ein Kältemittel übertragen. Dieses verdampft bereits bei niedrigen Temperaturen.
  3. Verdichtung durch den Kompressor: Ein elektrisch betriebener Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel. Dadurch steigen Druck und Temperatur deutlich an.
  4. Wärmeabgabe an das Heizsystem: Das erhitzte Kältemittel gibt seine Energie im Kondensator an das Heizsystem ab, zum Beispiel an eine Fußbodenheizung oder Heizkörper.
  5. Entspannung und Kreislauf: Nach der Wärmeabgabe wird das Kältemittel entspannt, kühlt ab und verflüssigt sich wieder. Der Kreislauf beginnt erneut.

Wie funktioniert die passive Kühlung bei einer Erdwärmepumpe?

Im Sommer können Sole-Wasser-Wärmepumpen Ihr Zuhause passiv kühlen – ohne dass der Verdichter läuft. Die Temperatur des Erdreichs (7–12 °C) ist ganzjährig kühl genug, um über den Wärmetauscher angenehme Wohntemperaturen zu erzielen. Das Ergebnis: angenehm temperierte Räume bei minimalem Stromverbrauch – ideal kombiniert mit Fußboden- oder Deckenheizung.

Wie funktioniert die aktive Kühlung bei einer Wärmepumpe?

Wärmepumpen mit aktiver Kühlfunktion (z. B. WPE-I Plus HW) betreiben den Verdichter im Umkehrbetrieb und erzielen stärkere Kühlleistung. Diese Option eignet sich für Gebäude mit hohen internen Wärmelasten oder in besonders heißen Klimaregionen.

Welche Erdwärmepumpen­arten gibt es?

Die verschiedenen Arten der Erdwärmepumpe unterscheiden sich vor allem durch die Methode der Erdwärmegewinnung. Um die natürliche Energie aus dem Erdreich für das Heizsystem nutzbar zu machen, kommen zwei bewährte Verfahren zum Einsatz: die Erschließung der Geothermie über Erdsonden mit Tiefenbohrungen oder die Nutzung oberflächennaher Erdkollektoren.

Die für eine Erdwärmepumpe benötigte Wärme stammt aus der im Boden gespeicherten Energie. Bis in eine Tiefe von etwa 15 Metern wird das Erdreich hauptsächlich durch Sonneneinstrahlung erwärmt. In größeren Tiefen sorgen zusätzlich geothermische Prozesse für eine konstante Wärmeversorgung, da Wärme aus dem Erdinneren nach oben steigt und Boden sowie Grundwasser erwärmt. In unserem Ratgeber "Erdwärmebohrung" erfahren Sie mehr dazu.

Dank dieser zuverlässigen Energiequelle kann eine Erdwärmepumpe ganzjährig effizient arbeiten. Sie nutzt die gespeicherte Erdwärme, um Gebäude nachhaltig zu beheizen, und stellt damit eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Heizsystemen dar. Welche Variante für Ihr Grundstück geeignet ist, hängt von Grundstücksgröße, Geologie und Budget ab.

Erdwärmepumpe mit Flächenkollektor

Erdwärmepumpe mit Flächenkollektor

Erdwärmekollektoren sind eine bewährte Wärmequelle für die Erdwärmepumpe. Sie werden horizontal in Rohrschleifen in etwa 1,2 bis 1,5 Metern Tiefe im Erdreich verlegt und nutzen die dort gespeicherte Umweltwärme. Als Wärmeträger dient ein frostgeschütztes Solegemisch, das Wärme aus dem Boden aufnimmt und zum Verdampfer der Wärmepumpe transportiert.

Je nach Platzangebot kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Flächenkollektoren werden in parallelen Schlangenlinien verlegt, während Ringgrabenkollektoren platzsparend in Schleifen entlang des Grundstücks verlaufen.

Da Erdwärmekollektoren oberflächennah verlegt werden, benötigen sie vergleichsweise viel Platz. Der Flächenbedarf beträgt in der Regel das Zwei- bis Dreifache der zu beheizenden Wohnfläche. Daher eignen sie sich besonders für Grundstücke mit ausreichend Freifläche.

Die mögliche Entzugsleistung hängt stark von der Bodenbeschaffenheit ab und liegt bei trockenem, sandigem Boden bei etwa 10 bis 15 W/m², bei feuchten oder grundwasserführenden Böden bei bis zu 40 W/m².

Gegenüber Tiefenbohrungen bieten Erdwärmekollektoren meist geringere Investitionskosten, ihre Leistung ist jedoch stärker von der Bodenqualität und Feuchtigkeit abhängig. Dadurch sind sie eine wirtschaftliche Lösung für viele Erdwärmepumpen auf größeren Grundstücken.

Erdwärmepumpe mit Erdsonde

Erdwärmepumpe mit Erdsonden

Erdwärmesonden sind eine effiziente Wärmequelle für die Erdwärmepumpe und werden über vertikale Bohrungen von 80 bis 150 Metern Tiefe installiert. Im Vergleich zu Erdwärmekollektoren benötigen sie deutlich weniger Fläche und eignen sich daher ideal für kleine oder bebaute Grundstücke.

Technisch bestehen sie aus vertikalen Kunststoffsondenrohren mit Sondenfuß, in denen ein Solegemisch im geschlossenen System zirkuliert. Dieses entzieht den tiefen, temperaturstabilen Erdschichten Wärme und leitet sie zur Wärmepumpe weiter. Ab etwa 10 Metern Tiefe bleibt die Temperatur konstant über 10 °C, in bis zu 100 Metern Tiefe liegt sie bei rund 15 °C.

Die Entzugsleistung beträgt je nach Boden etwa 30–100 W pro Meter Sonde. Für den Heizbedarf werden meist mehrere Sonden zu einer Quellenanlage kombiniert.

In Deutschland sind Bohrungen anzeigepflichtig und teils genehmigungspflichtig durch die Wasserbehörde.

Erdwärmesonden bieten eine konstante und hohe Effizienz, verursachen jedoch durch die Bohrarbeiten höhere Investitionskosten als Flächenkollektoren.

Erdsonde oder Erdkollektor - welche Wärmequelle passt zu Ihrem Grundstück?

In der Tabelle werden die Unterschiede der Wärmequellen für die Erdwärmepumpe beschrieben.
 
Erdreich: Erdsonde
Erdreich: Erdkollektor
Tiefe
80–150 m (vertikal)
1,2–1,5 m (horizontal)
Platzbedarf
Minimal: 2–3 m² je Sonde
Maximal: 200–400 m² Gartenfläche
Quellentemperatur
Konstant 8–12 °C ganzjährig
Saisonal 0–10 °C
Mit Genehmigung
Wasserrechtl. Erlaubnis (4–12 Wochen)
Anzeigepflichtig (2–4 Wochen)
Abstand zum Nachbargrundstück
Erdsonde: mind. 5 m zum Nachbarn
Flächenkollektor: mind. 5 m zum Nachbarn
Geeignet für
Kleine/mittlere Grundstücke, Neubau, Altbau
Größere Grundstücke, Neubau, Altbau

Für wen lohnt sich eine Erdwärmepumpe?

Die Erdwärmepumpe ist auch für kleine Grundstücke geeignet

Geothermie bzw. Erdwärme kann auch auf kleineren Grundstücken die Lösung sein. Einige Bohrunternehmen sind auf enge Platzverhältnisse spezialisiert. Dennoch: Das Grundstück darf nicht zu klein sein. Der Abstand einer Sonde zum Nachbargrundstück muss mindestens fünf Meter betragen. Sollen mehrere Sonden gebohrt werden, müssen zwischen ihnen ebenfalls mindestens fünf Meter liegen. Ist das nicht möglich, kommt nur eine dafür deutlich mehr als 100 Meter tief gebohrte Sonde zum Einsatz.

Erfahrungsbericht: Erdwärmepumpe und Photovoltaikanlage statt Gasheizung

Familie Friedrich hat sich bewusst gegen eine Öl- oder Gasheizung und für eine umweltfreundliche Erdwärmepumpe entschieden. Die dafür benötigte Bohrung der Erdsonden verlief unkompliziert. Da die Sonden in die Tiefe gehen, war der Platzbedarf für die Bohrungen gering.
Mann steht vor Wärmepumpe

Erdwärmepumpe zahlt sich aus - geringe Kosten, gut für die Umwelt

Das Haus von Ronny Friedrich, Zimmermeister und Geschäftsführer von FristD-Bau, und seiner Familie entstand 2014: 240 Quadratmeter Wohnfläche, in Holzbauweise gebaut. Die klare Linie des Hauses beschränkt sich nicht allein auf die Architektur. Mit Holz wurde bei den Baumaterialien auf einen nachwachsenden Rohstoff gesetzt, bei der Energieversorgung auf erneuerbare Energien. Herzstück ist eine besonders effiziente Sole-Wasser-Wärmepumpe, in diesem Fall eine WPF 7. Keller, Erdgeschoss und Dachgeschoss werden über die Fußbodenheizung mit wohliger Wärme versorgt. Für gute Luft im Haus sorgt ein dezentrales Lüftungssystem. Zuletzt hat Familie Friedrich ihre Haustechnik noch komplettiert – mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Die Familie Friedrich überzeugte beim Angebot für ihre Erdwärmepumpe die Effizienz der Anlage. Denn die moderne Technik im Haus macht sich bezahlt und das zeigt sich in den laufenden Kosten. Lagen die gesamten Stromkosten im ersten Jahr bei rund 180 Euro im Monat, sanken sie mit der Installation der Photovoltaikanlage und des Speichers fast um die Hälfte.

Stichwort Technik: Die Technik im Haus steuert die Familie mit einem Energiemanagementsystem oder einfacher gesagt: über eine App. Mit der MyStiebel-App hat die Familie Zugriff auf Daten wie Raumtemperatur und erzeugte Wärme und stellt diese bequem vom Sofa oder unterwegs ein.

Funktioniert eine Erdwärmepumpe auch im Altbau?

Ja – und zwar besonders gut: Da die Erdtemperatur auch im Winter konstant bleibt, liefert die Erdwärmepumpe im Altbau selbst bei schlecht gedämmten Gebäuden zuverlässig Heizleistung. Anders als Luftwärmepumpen hat sie keinen Leistungsabfall bei Kälte.

Checkliste: Erdwärmepumpe im Altbau

  1. Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 erstellen – Grundlage für Gerätewahl.
  2. Vorlauftemperatur prüfen: Bis zu 55 °C optimal. Heizkörper-Upgrade ggf. sinnvoll.
  3. Hydraulischen Abgleich durchführen – senkt Vorlauftemperatur um 3–8 K
  4. Dämmung prüfen: Dach und Kellerdecke senken Heizlast und erhöhen JAZ
  5. Bivalenter Betrieb prüfen: Bei Heizlast > 100 W/m² evtl. Spitzenlastkessel
  6. Erdsonde bevorzugen: Im Altbau mit kleinem Garten häufig die bessere Wahl

Erdwärmepumpe fördern lassen - BEG-Förderung im Überblick

  • Basisförderung: 30 % auf max. 30.000 EUR förderfähige Kosten
  • Klima-Geschwindigkeits-Bonus: +20 % (Austausch einer mind. 20 Jahre alten Gas-/Öl-Heizung vor 2028)
  • Einkommens-Bonus: +30 % (zu verst. Jahreseinkommen ≤ 40.000 EUR)
  • Effizienzbonus: +5 % (Erdwärmepumpen, Einsatz des Kältemittels R290)
  • Maximale Förderquote: 70 % (max. 21.000 EUR Zuschuss)
  • Antragstellung: online über KfW-Portal – VOR Vertragsabschluss mit Fachbetrieb!
  • Kombinierbarkeit: Regionale Förderprogramme oft kombinierbar – kein Doppelförderverbot

Wichtig bei der Förderung der Erdwärmepumpe: Reihenfolge einhalten!

Der KfW-Förderantrag muss vor Unterzeichnung des Lieferungs- oder Leistungsvertrags gestellt werden. Der Vertrag benötigt eine aufschiebende Bedingung. Unser Förderservice begleitet Sie durch den gesamten Antragsprozess.

Erdwärmepumpe genehmigen lassen - Schritt für Schritt

  1. Standortprüfung: Liegt das Grundstück in einem Wasserschutzgebiet? Zone I+II: Bohrungen verboten. Prüfbar über kommunale GIS-Systeme oder Ihr Kreisbauamt.
  2. Bohrunternehmen auswählen: Zertifizierung nach DVGW W 120 Pflicht. Liste beim Bundesverband Wärmepumpe (BWP).
  3. Antrag Untere Wasserbehörde: Für Erdsonden wasserrechtliche Erlaubnis nach WHG. Unterlagen: Bohrplan, Gutachten, DVGW-Zertifikat. Dauer: 4–12 Wochen (bestehende 2-Monats-Angabe behalten), Gebühren: 500–2.000 EUR.
  4. Erdkollektoren: Nur Anzeigepflicht – vereinfachtes Verfahren, 2–4 Wochen.
  5. Tiefenbohrungen > 100 m: Zusätzlich Bergbehörde erforderlich.
  6. KfW-Antrag stellen – VOR Vertragsabschluss!
  7. Fachhandwerker beauftragen – Installation und Inbetriebnahme durch STIEBEL ELTRON-Fachpartner.
  8. Bohrunternehmen auswählen

Unsere STIEBEL ELTRON-Fachpartner begleiten Sie durch den gesamten Entscheidungsprozess und finden genau die Erdwärmepumpe, die zu Ihrem Zuhause passt. Wenn Sie mögen, konfigurieren Sie in nur 2 Minuten Ihre Wärmepumpe in unserem kostenlosen Wärmepumpen-Angebotsservice und bekommen ein erstes, unverbindliches Angebot von einem STIEBEL ELTRON-Partner in Ihrer Nähe.

Wie lange dauert die Genehmigung für eine Erdwärmepumpensonde?

Wer für seine Erdwärmeheizung eine Sonde in die Erde verlegen will, braucht dafür eine Genehmigung der zuständigen Wasserbehörde. Sie bestätigt, dass der Standort den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes genügt und die Bohrarbeiten das Grundwasser nicht verunreinigen. Beantragen Sie die Genehmigung rechtzeitig. Rund zwei Monate sollte man dafür einplanen. In Wasserschutzgebieten kann das Genehmigungsverfahren deutlich länger dauern oder Bohrungen sind dort untersagt. Beim Geologischen Landesamt (Geologischer Dienst) müssen Bohrungen in der Regel mindestens zwei Wochen vor Beginn angezeigt werden (z. B. nach dem Geologiedatengesetz). 

Erdwärmepumpe oder Luftwärmepumpe - was ist besser?

In der Tabelle werden die Unterschiede der Wärmequellen für die Erdwärmepumpe beschrieben.
 
Erdwärmepumpe (WPE-I)
Luftwärmepumpe (WPL/WPL-A)
Installationsaufwand
Erdbauarbeiten nötig
Keine Erdarbeiten
Geräuschpegel
Innen: 37- 45 dB(A)
Außen: 45-55 dB(A)
Platzbedarf
Innenaufstellung, Keller/HWR (kompakt)
Außenaufstellung, Außeneinheit + Technikraum
Genehmigung
Bohrungserlaubnis nötig
In der Regel nicht nötig
Ideal für
Alle Gebäude mit Grundstück, das Bohrung erlaubt, Altbau, Neubau
Große und kleinere Grundstücke, Altbau, Neubau

Fazit

Die Erdwärmepumpe ist die Wahl, wenn das Grundstück Bohrungen erlaubt und ein längerer Investitionshorizont besteht. Die höhere Förderung und die niedrigeren Betriebskosten kompensieren den Mehrinvest in der Regel innerhalb von 8–12 Jahren. Mit der Luftwärmepumpe setzen Sie auf eine Wärmepumpenart, deren Wärmequelle weniger Aufwand in der Erschließung der Wärmequelle erfordert. Alle Infos dazu bekommen Sie in unserem Ratgeber "Luftwärmepumpe". 

Produktempfehlung

Ganz gleich, ob Sie einen Neubau oder eine Sanierung realisieren, unter unseren innen aufgestellten Erdwärmepumpen finden Sie für jedes Anliegen eine passende Lösung. Unsere modernen Wärmepumpenheizungen sind interessant für das Einfamilien- und Mehrfamilienhaus sowie für Gewerbegebäude. Denn sie arbeiten leistungsfähig und hocheffizient.
Erdwärmepumpe vor grauem Hintergrund

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Finden Sie jetzt die passende Erdwärmepumpe für Ihr Zuhause. Mit wenigen Angaben zu Ihrem Projekt – z. B. Neubau oder Sanierung, Größe der Wohnfläche oder Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt – erhalten Sie eine individuelle Produktempfehlung. Natürlich inklusive Berechnung Ihrer möglichen Wärmepumpenförderung 2026. Und auf Wunsch schicken wir Ihnen ein unverbindliches Angebot von einem STIEBEL ELTRON-Fachpartner aus Ihrer Region. Sie haben vorab Fragen? Fordern Sie einfach eine kostenlose Wärmepumpen-Beratung an – wir begleiten Sie gerne auf Ihrem Weg in eine klimaneutrale Zukunft.

Wir wurden ausgezeichnet

Häufige Fragen zur Erdwärmepumpe (FAQ)

Eine Erdwärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe) nutzt die im Erdreich konstant gespeicherte Wärme (7–12 °C) und hebt sie über einen Kältemittelkreislauf auf Heiztemperatur. Sie zählt zu den effizientesten Heizsystemen und erreicht eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von bis zu 7.
Sole-Wasser-Wärmepumpen von STIEBEL ELTRON erreichen eine Jahresarbeitszahl (JAZ) bis 7. Damit zählen sie zu den effizientesten Wärmepumpenarten. Zum Vergleich: Luftwärmepumpen haben eine JAZ zwischen 4 und 5.
Über die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) sind bis zu 70 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 EUR) möglich: Basisförderung 30 %, Klima-Geschwindigkeits-Bonus +20 %, Einkommens-Bonus +30 % und Effizienz-Bonus +5 %.
Die Erdsonde wird bis 150 m tief gebohrt, benötigt wenig Fläche und liefert konstante Quellentemperaturen. Der Erdkollektor liegt horizontal in 1,2–1,5 m Tiefe und benötigt die 1,5- bis 2-fache Wohnfläche – ist aber günstiger.
Ja. Da die Erdtemperatur ganzjährig konstant ist, gibt es keinen Leistungsabfall im Winter. Vorlauftemperatur unter 55 °C und hydraulischer Abgleich sind empfehlenswert. Die WPE-I-Plus-Serie von STIEBEL ELTRON ist explizit für Altbau und Neubau ausgelegt.
Für Erdsonden ist eine wasserrechtliche Erlaubnis bei der Unteren Wasserbehörde erforderlich (ca. 2 Monate Bearbeitungszeit). Erdkollektoren sind nur anzeigepflichtig. In Wasserschutzzonen I und II sind Bohrungen verboten.
Ja. Sole-Wasser-Wärmepumpen können im Sommer passiv kühlen (ohne Verdichter, minimaler Stromverbrauch) oder aktiv kühlen. STIEBEL ELTRON-Geräte unterstützen beide Varianten.
Erdwärmepumpen sind sehr langlebig. STIEBEL ELTRON-Geräte sind auf 20–25 Jahre Betriebsdauer ausgelegt. Das Wärmequellensystem (Erdsonde/Kollektor) hat eine Lebensdauer von 50+ Jahren.
Die innen aufgestellten WPE-I-Geräte von STIEBEL ELTRON sind kompakter als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie eignen sich für Heizungskeller, Hauswirtschaftsräume oder Technikräume. Sie sind kaum größer als ein Kühlschrank. Der optionale integrierte Warmwasserspeicher spart zusätzlichen Platz.

Wärmepumpen-Ratgeber

Frau sitzt auf Terrasse und blättert in einer Zeitung

Wärmepumpe im Überblick

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