Wohnungsquartier Bergmannsgrün

Referenz
Modellprojekt „Bergmannsgrün“ in Dortmund-Huckarde: Bestand von VIVAWEST wird auch dank Wärmepumpen zum Zukunftsquartier
Das Bauvorhaben
Energetische Aufwertung durch Wärmepumpen und PV

Ein wesentlicher Bestandteil der Quartiersentwicklung ist die regenerative Energieversorgung des Quartiers. „Dafür haben wir uns für eine Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpen und Photovoltaik entschieden“, so Michael Marx, Bereichsleiter Bestandstechnik VIVAWEST. „Der Strom von den Dächern soll einerseits soweit möglich für den Betrieb der Wärmepumpen eingesetzt, andererseits auch von den Bewohnern im Rahmen eines Mieterstrom-Modells selbst genutzt werden.“
Schon in einer frühen Planungsphase war STIEBEL ELTRON in die Überlegungen eingebunden, erklärt Udo Steinberg, Leiter Key Account Management Objekte Nord des Heizungsherstellers. „So konnten wir unsere Expertise einbringen und dazu beitragen, die jeweils bestmögliche Lösung in Sachen Wärmeerzeugung und Nutzung im Gebäude zu ermitteln.“ Installiert wurden 16 Luft-Wasser-Wärmepumpen-Kaskadenanlagen, bestehend aus jeweils zwei Geräten. Sie versorgen insgesamt 24 Gebäude mit Wärmeenergie. In den Gebäuden stehen jeweils zwei Pufferspeicher in einem Technikraum, aus denen die Wohnungen mit dem Heizungsvorlauf versorgt werden.
„In den Bestandsgebäuden waren vorher zentrale Gas-Zentralheizungsanlagen installiert. An deren Stelle sind nun die Pufferspeicher mit den außenstehenden Wärmepumpen-Anlagen getreten. In jeder Wohnung wiederum kommt eine Wohnungsstation zum Einsatz, in der die Wärme der Wärmepumpen-Anlage an das Verteilsystem in der Wohneinheit für die Beheizung abgegeben wird, genauso aber auch die Erwärmung des Trinkwarmwassers stattfindet“, berichtet Alexander Arndt, Fachbereichsleiter Technische Gebäudeausrüstung VIVAWEST. „Insgesamt kommen in den sanierten Wohnungen 122 WS-GTA Trend von STIEBEL ELTRON zum Einsatz – das WS steht für Wohnungsstation, das GTA für Gasthermenaustausch“, weiß Udo Steinberg. „Nicht zu verwechseln mit einem Computerspiel gleichen Namens“, so der Heizungsexperte schmunzelnd.
Zukunftsfähige Lösungen für die Wohnungswirtschaft

Auch in den unter anderem durch Dachaufstockung neu hinzugekommenen Wohnungen wird das Prinzip der Wohnungsstationen beibehalten: Hier kommen insgesamt 35 Geräte vom Typ WS-T 2 Plus von STIEBEL ELTRON zum Einsatz. „Diese Wohnungsstationen sind perfekt für das Zusammenspiel mit einer Fußbodenheizung als Verteilsystem geeignet“, weiß Steinberg. „Dazu übernehmen auch sie natürlich die Warmwasserbereitung.“ Ohnehin sei diese Art der Trinkwarmwasserbereitung – mittels Wohnungsstationen dezentral in jeder Wohneinheit – eine ideale Lösung: „In der Regel ist man damit unabhängig von der Legionellenproblematik, weil ja eben kein warmes Wasser dauerhaft vorgehalten wird“, so Steinberg.
„Allgemein kann man sagen, dass die Luft-Wasser-Wärmepumpe in der Wohnungswirtschaft vor dem Hintergrund der Dekarbonisierung und unter den Aspekten Planung, technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit das Top-Produkt ist. Da bin ich mir inzwischen sehr sicher, nachdem wir in den vergangenen Jahren auch alternative Systeme ausprobiert haben“, erklärt Michael Marx.
Bei engen Bebauungen, wie sie in der Region vorzufinden sind, sei das Thema Schall in Verbindung mit Luft-Wasser-Wärmepumpen immer ein Thema, ergänzt Alexander Arndt: „Deswegen ist die Aufstellsituation ganz entscheidend – neben den technischen Vorgaben beispielsweise in Sachen Leitungsführung spielt die Geräuschentwicklung eine große Rolle bei der Auswahl des Standorts der Anlagen.“
„In einer Zusammenarbeit ist wichtig, dass sich beide Seiten aufeinander verlassen können“, betont VIVAWEST-Geschäftsführer Haluk Serhat. „Die Belastbarkeit einer Partnerschaft zeigt sich immer erst in schwierigen Zeiten – das haben wir in den vergangenen für die gesamte Wohnungswirtschaft herausfordernden Jahren feststellen können. STIEBEL ELTRON ist ein absolut verlässlicher Partner, mit dem wir auch in Zukunft weitere Projekte umsetzen werden.“
