Klimaschutzsiedlung Greven

Klimaschutzsoedlung in Greven

Referenz

Die Klimaschutzsiedlung „Wohnen am Ballenlager“ in Greven zeigt eindrucksvoll, wie energieeffizientes Bauen und Wohnen von heute und morgen mit Wärmepumpe aussehen kann.

Das Bauvorhaben

Drei Personen sprechen im Heizungskeller miteinander
Die Klimaschutzsiedlung Greven gilt als energetisches Musterbeispiel. Das vom Architekturbüro Hillebrand und Welp aus Greven entwickelte innovative Bebauungskonzept für die vier Mehrfamilienhäuser in der Klimaschutzsiedlung erfüllte alle Anforderungen, um in das Förderprogramm für "Klimaschutzsiedlungen" des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen zu werden. Dabei war der hohe energetische Standard Grundvoraussetzung für die Aufnahme in das Programm. Erreicht werden konnte dies über eine hervorragende Gebäudehülle im Passivhausstandard, eine hocheffiziente Wärmepumpenanlage, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in jeder Einheit und eine PV-Anlage, deren Erträge zum Großteil direkt für die eigene Haustechnik genutzt werden - die einzelnen STIEBEL ELTRON-Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt und besonders effizient.

Die verwendete Technik

PV-Energie, moderner Heiztechnik und Wärmerückgewinnung

Den Kern des energetischen Konzepts bilden drei große Sole-Wasser-Wärmepumpen der Typen WPF 52 und WPF 27 HT. Diese gewinnen Energie aus einem Erdsondenfeld unter der Tiefgarage mit 37 Bohrlöchern. Eine eigens für die Neubausiedlung entwickelte Regelungstechnik schafft ein perfektes Zusammenwirken von PV-Anlage und Wärmepumpen und ermöglicht eine direkte Nutzung des eigenen Sonnenstroms für die Heizung und Warmwasserbereitung. Im Ganzen wurden 552 PV-Module TEGREON 250 mit einer Gesamtleistung von 135,25 Kilowattpeak installiert. Die Heizlast des Objektes beträgt rund 125 Kilowatt. Der Clou ist die eigens für dieses Objekt entwickelte Regelungstechnik für das perfekte Zusammenspiel von PV-Anlage und Wärmepumpen, so dass für die Heizung und Warmwasserbereitung direkt der eigene Sonnenstrom genutzt werden kann. Sie ermittelt stets das günstigste Betriebsverhalten – auch unter Einbeziehung von Wetterprognosen.

 

Notizbuch und Kugelschreiber

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Frontalansicht eines Pufferspeicher

Zusätzliche Pufferspeicher für PV-Überschuss

Eine weitere Besonderheit der Anlagenkonfiguration: Neben zwei Warmwasserspeichern SBB WP Sol mit je 1.000 Liter Inhalt und zwei Heizungs-Pufferspeichern SBP mit ebenfalls je 1.000 Liter Inhalt für die Anbindung des Heizverteilsystems sind weitere zwei Pufferspeicher SBP mit noch einmal je 1.500 Liter Inhalt integriert worden. Sie werden von den Wärmepumpen dann beladen, wenn viel Sonnenstrom vorhanden ist. Dadurch wird möglichst viel selbst erzeugter Strom von der Wärmepumpenanlage genutzt – und die ohnehin hervorragende Umweltbilanz noch einmal verbessert. Aus einer Kilowattstunde Strom generiert das Heizsystem mehr als vier Kilowattstunden Wärme, die in den Speichern bevorratet und dann zeitversetzt an die Gebäude abgegeben werden kann. Im Vergleich zu einem Gebäude mit konventioneller Heiztechnik werden pro Jahr voraussichtlich 74 Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart. 

Perfekt in das energetische Konzept passt die kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. In jeder Einheit verrichtet ein LWZ 70 seinen Dienst. Es versorgt Wohnungen mit einer Größe von bis zu 100 Quadratmetern optimal mit frischer Luft. Dank des effizienten Kreuzgegenstromwärmeübetragers können bis zu 90 Prozent der in der Abluft enthaltenen Wärmeenergie zurückgewonnen und auf die frische Zuluft übertragen werden.

Die Luftverteilung innerhalb der Wohnung erfolgt über das Luftverteilsystem LVE von STIEBEL ELTRON, welches im Fußbodenaufbau und in den Wänden integriert ist.

Ein Mann nimmt Einstllungen an der Heizungsanlage vor

Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mieter der wichtigste Gradmesser für die Bewertung des Projektes

Insgesamt besteht die Siedlung aus 58 barrierefreien Wohnungen mit 50 bis 100 Quadratmetern und einer gemeinsamen Tiefgarage. Die Gebäude wurden zwei- bis dreigeschossig errichtet.

„Unser Anliegen war es, eine zukunftsfähige Wohnanlage zu schaffen. Und dazu gehört neben einer hohen architektonischen insbesondere auch die energetische Qualität“, zieht Elke Riestenpatt gt. Richter ein positives Fazit. Letztendlich seien natürlich die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mieter der wichtigste Gradmesser für die Bewertung des Projektes.

Zahlen, Daten und Fakten

Objekt:

  • Klimaschutzsiedlung
  • 58 Wohneinheiten in 4 Mehrfamilienhäusern
  • 4.220 m2 Gesamtwohnfläche

Ort:

  • D-48268 Greven

Installierte Geräte:

  • 552 PV-Module TEGREON 250
  • zwei Sole | Wasser-Wärmepumpen WPF 52
  • eine Sole | Wasser-Wärmepumpe WPF 27 HT
  • zwei Warmwasserspeicher SBB WP Sol (1.000 Liter)
  • zwei Heizungs-Pufferspeicher SBP (1.000 Liter)
  • zwei Heizungs-Pufferspeicher SBP (1.500 Liter)
  • 58 zentrale Lüftungsgeräte LWZ 70
  • Luftverteilsystem LVE

Realisierung:

  • Hillebrand + Welp Architekten BDA
    Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
Grafik eines Notebooks mit einer stilisierten Abbildung des STIEBEL ELTRON Wärmepumpen-Navigators. Im Vordergrund ist im gleichen Stil eine illustrierte Wärmepumpe abgebildet.

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