IINAS-Kurzstudie

Der nichterneuerbare kumulierte Energieverbrauch des deutschen Strommix

Die Ergebnisse für die durchschnittliche kWh Strombereitstellung der Jahre 2010 bis 2017 aus dem lokalen Netz.

Das IINAS (Internationales Institut für Nachhaltigkeitsanalysen und –strategien) hat im Oktober mit einer Kurzstudie die Daten über den kumulierten Energieverbrauch (KEV) der Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2017 sowie den Ausblick für 2020 bis 2050 (Szenarien) aktualisiert. Die Bilanzierungen erfolgte mit dem Computermodell GEMIS Version 5.0 auf Grundlage von Daten zum nationalen Stromerzeugungsmix des Jahres 2017. Ergänzend wurden Projektionen zur Stromerzeugung in den Jahren 2020 bis 2050 berechnet, die auf dem Szenario „KS95“ (ÖKO & ISI 2015) zum Klimaschutzplan der Bundesregierung beruhen.

Bei den ermittelten Daten zum nichterneuerbaren KEV (KEVNE) von Strom für die Abgabe aus dem lokalen Stromnetz sind die Werte des Jahres 2017 mit 1,75 kWhprimär/kWhel deutlich niedriger als in den Jahren davor. Interessant an der Zahlenreihe ist die sich über die Jahre zeigende kontinuierliche Reduktion des Primärenergieeinsatzes für die Stromerzeugung. Der seit 2016 in der Energieeinsparverord­nung (EnEV) geltende Primärenergiefaktor von Strom in Höhe von 1,8 wurde somit im Jahr 2017 durch den Stromerzeugungsmix bereits bestätigt. Neubauten mit elektrischer Wärmepumpe, die ab 2018 „ans Netz gegangen“ sind, unterbieten somit bereits heute den nach EnEV rechnerisch zulässigen jährlichen Primärenergiebedarf. Besonders die CO2-Bilanz von elektrischen Wärmepumpen hat sich 2017 deutlich posi­tiv entwickelt.

Mit 2018 wird sich die Umstrukturierung des deutschen Kraftwerksparks in Richtung höherer An­teile erneuerbarer Energien fortsetzen, so dass auch künftig von weiter sinkenden nichterneu­erbaren KEV-Werten der Strombereitstellung auszugehen ist. Die Ergebnisse der aktualisierten Szenarien für 2020 und 2030 sowie für das neu aufgenommene Zieljahr 2050 zeigt die obenstehende Tabelle.

LINK zur Studie