Neue Anforderungen an Durchlauferhitzer in Duschanwendungen

Temperaturbegrenzung auf maximal 55 Grad

Durchlauferhitzer, die Duschen versorgen, dürfen laut neuer Sicherheitsnorm nur noch maximal eine Temperatur von 55 Grad erzeugen.

Die internationale Norm „IEC 60335-2-35/Edition 5“ wurde in die europäische Norm „EN 60335-2-35:2016, Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke - Teil 2-35: Besondere Anforderungen für Durchflusserwärmer“ überführt. Die Übergangsfrist dieser Normen endete am 12. Oktober 2018. Seitdem dürfen nur noch der Norm entsprechende Durchlauferhitzer in Verkehr gebracht – also von Herstellern ausgeliefert – werden. 

Die Temperaturbegrenzung auf maximal 55 Grad muss so gestaltet sein, dass sie vom Nutzer nicht veränderbar ist. Zulässig ist ein Gerät beispielsweise dann, wenn die maximale Temperatur vom Fachhandwerker im Rahmen der Installation im „Inneren des Gerätes“/„unter der Gehäusekappe“ fest eingestellt wird oder die Maximaltemperatur des Gerätes 55 Grad grundsätzlich nicht überschreitet. 

Alle STIEBEL ELTRON-Durchlauferhitzer sind normkonform. Sie wurden entsprechend der Normänderungen überarbeitet oder mit Verwendungshinweisen versehen.

VORSICHT BEI HYDRAULISCH GESTEUERTEN DURCHLAUFERHITZERN

Hydraulische Durchlauferhitzer sind hingegen nun nicht mehr oder nur eingeschränkt für Duschanwendungen geeignet, weil die Warmwassertemperatur hydraulischer Durchlauferhitzer über das Gerät nicht gradgenau begrenzbar ist. Alternativ kann die Temperaturbegrenzung bauseits sichergestellt werden – zum Beispiel durch ein geeignetes thermostatisches Mischventil zwischen Durchlauferhitzer und Dusche. Dadurch steigen die Systemkosten allerdings in der Regel so stark, dass der Einsatz eines normgerechten elektronischen Durchlauferhitzers die kostengünstigere Lösung ist.