Modernes Stadthaus mit Vorbildcharakter

Durch die massive Absenkung der Einspeisevergütung für Strom, der mit einer Photovoltaik-Anlage erzeugt wird, lohnt es sich jetzt noch mehr, diesen Solarstrom selbst zu nutzen. Neben dem normalen Haushaltsbedarf kann eine Wärmepumpe mit dem Strom vom Dach versorgt werden – als umweltfreundliches, stromgeführtes Heizsystem ist sie ideal für die Optimierung des Eigenverbrauchs geeignet.

Naturnah: Der Neubau fügt sich unauffällig in sein Umfeld.

In Niedersachsen ist ein modernes Wohnhaus entstanden, das genau diese Idee umsetzt. Das Energiekonzept entspricht exakt den Bedürfnissen der Bewohner – und es ist ausbaufähig. Eine effiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe von STIEBEL ELTRON trägt ihren Anteil dazu bei.

Für den Architekten und Innenarchitekten Axel Nieberg aus Hannover war die Aufgabenstellung für dieses Neubauprojekt anspruchsvoll: Auf einem 2.000 Quadratmeter großen Grundstück direkt am Wald sollte ein Wohnhaus entstehen, das sich trotz eigenständigem Charakter sehr gut in das gewachsene Umfeld am Rande der 70.000-Einwohner-Stadt einfügt. Von außen betrachtet sollte das Haus möglichst schlicht und unauffällig sein. Für den geräumigen und ausladenden Innenraum wünschten sich die Bauherren eine Atmosphäre, die ruhig und friedlich, natürlich und komfortabel ist – aber weder zu extravagant noch „futuristisch“. So entstand ein modernes Stadthaus mit zurückhaltender Flachdach-Architektur und einer Wohnfläche von rund 320 Quadratmetern.

UMWELTFREUNDLICHE WÄRME: Auch im geräumigen Badezimmer sorgt die Wärmepumpe für Wohlfühltemperatur und Wassererwärmung.

KLIMAFREUNDLICH WOHNEN ALS ZUKUNFTSZIEL

Das Gebäude wurde nach KfW-70-Standard (also EnEV 2016) errichtet. Um den Neubau besonders umweltfreundlich mit Wärme und Warmwasser zu versorgen, setzte der SHK-Fachbetrieb ProHeSa Gebäudetechnik aus Hannover auf ein zukunfts- und ausbaufähiges Haustechnikkonzept. Geschäftsführer Ferdi Günaydin schlug vor, zwei Technologien miteinander zu kombinieren: eine invertergeregelte Luft-Wasser-Wärmepumpe als Heizungsanlage sowie eine Photovoltaik-Anlage, die im Jahresdurchschnitt rund 90 Prozent des Strombedarfs im Haushalt deckt. Überschüsse werden ins Netz eingespeist. Von dem Konzept waren Architekt und Bauherr gleichermaßen überzeugt. ProHeSa übernahm die komplette Planung des Systems einschließlich der Anlagenberechnung sowie die Ausführung. Bei der Wahl der Luft-Wasser-Wärmepumpe entschied sich der erfahrene Fachbetrieb für ein STIEBEL ELTRON-Gerät. Die außen aufgestellte Wärmepumpe WPL 25 A ist eine äußerst effiziente und leistungsstarke Kompakteinheit. Die vorteilhaften Auswirkungen der Inverter-Technologie spürt die Familie vor allem in den Übergangszeiten, wenn Tages- und Nachttemperaturen stark schwanken: Auch dann bleiben die Raumtemperaturen nahezu gleichmäßig, was den Wohnkomfort spürbar erhöht.

ENERGIEVERBRAUCH GEHT VOR EINSPEISUNG

Auf dem Dach des Wohnhauses befindet sich die nach Süden ausgerichtete Photovoltaik-Anlage. Die Anlage steigert den ökonomischen Betrieb der Luft-Wasser-Wärmepumpe, indem sie den größtmöglichen Anteil ihres Strombedarfs mit selbsterzeugtem Solarstrom deckt. Ein Wechselrichter übernimmt das Strommanagement im Haus. Zum einen wandelt er den gewonnenen Sonnenstrom (Gleichstrom) effizient in Netzstrom (Wechselstrom) um, zum anderen stellt er den Eigenstrom vorrangig bereit – vor dem des Stromanbieters – für sämtliche Abnehmer wie Haushaltsgeräte, Beleuchtung und eben auch die Wärmepumpe.

Auch „Finanztest“ lobt Eigenverbrauch

Dass sich eine PV-Anlage umso mehr lohnt, je höher der Eigenverbrauch ist, bestätigt auch die Zeitschrift „Finanztest“ – sie schreibt, dass Renditen von bis zu 8 Prozent möglich sind, wenn ein Viertel des erzeugten Stroms selbst verbraucht wird. Wer bei der Heizungsanlage auf eine Wärmepumpe setzt, schafft in der Regel einen noch höheren Eigenverbrauchsanteil – und damit eine noch bessere Rendite.