„Bundesregierung sollte munterer zur Sache gehen“

Energie-Experte und Bundestagsmitglied Carsten Müller besucht Stiebel Eltron

Zu einem Kennenlernen und fachlichen Austausch über die aktuellen Energiethemen besuchte jetzt der Bundestagsabgeordnete Carsten Müller, Stiebel Eltron in Holzminden. Der CDU-Politiker ist nicht nur Mitglied im Parlamentskreis Energieeffizienz, sondern auch Präsident der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) – und damit ausgewiesener Experte für Energiethemen. Begleitet wurde Müller von Uwe Schünemann, Mitglied des Landtages in Hannover, sowie Tanya Warnecke (Bürgermeisterkandidatin Samtgemeinde Bodenwerder-Polle), Marc Wellmann und Sabine Echzell (Kreistagskandidaten) sowie Andreas Lueddecke (CDU Kreisgeschäftsführer).

Der Politiker und Energie Experte Carsten Müller (3. von rechts) besuchte Stiebel Eltron gemeinsam mit seinen Parteikollegen Uwe Schünemann (rechts) sowie Tanya Warnecke (links) und Sabine Echzell. Begrüßt wurden die Gäste von Geschäftsführer Rudolf Sonnemann (2. von rechts) und Holger Thamm aus der Abteilung Verbandsarbeit (links).

„Ein wirklich imposantes und hochinteressantes Gebäude“, urteilte Carsten Müller über den Energy Campus, nachdem der Vorsitzende der Geschäftsführung von Stiebel Eltron, Rudolf Sonnemann, die Gäste begrüßt und das neue Schulungs- und Kommunikationszentrum präsentiert hat. „Es ist der richtige Ansatz, als Hersteller fortgeschrittener, aber auch komplexer Technik seinen Beitrag für eine Qualitätsoffensive im Handwerk zu leisten“, so der Politiker. Rudolf Sonnemann wies darauf hin, dass auch die Haustechnik mehr und mehr von „Plug-and-Play-Lösungen“ bestimmt würde: „Systeme, bei denen die meisten Bestandteile der Anlage bereits integriert sind, so dass die Installation schneller und einfacher wird.“ Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darin, dass im Gebäudebereich und insbesondere im Wärmemarkt die Sanierungsquote zu gering ist. Müller: „Gefühlt werden Häuser, die 2004 gebaut wurden, ja heute noch als Neubauten bezeichnet. Dabei ist das zwölf Jahre her, und in dieser Zeit hat es riesige technische Weiterentwicklungen gegeben.“

In Sachen Energiewende verwies Carsten Müller auf den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung: „Das ist ein unheimlich großes Bündel guter Ideen, ich gebe aber zu, dass die Bundesregierung die Sache etwas munterer angehen muss.“ Er sei ein großer Freund von dezentraler Energieerzeugung und auch Nutzung – wie es im Energy Campus bestens umgesetzt wird. Uwe Schünemann brachte ein mögliches Wärmepumpendorf ins Spiel: „Eine lokale Region, die als Praxisbeispiel zeigt, dass es funktioniert!“

„Wichtig wäre, dass die EEG-Umlage endlich gerecht verteilt wird, und nicht nur auf den Strom aufgeschlagen wird“, machte Rudolf Sonnemann deutlich. „Dann würden Wärmepumpen, die Systeme zur Nutzung erneuerbarer Energien, noch wirtschaftlicher und damit die Energiewende viel schneller vorankommen.“