63 Prozent der Bundesbürger für höhere CO2-Kosten

Stiebel Eltron unterstützt CO2-Preis-Vorschlag

Als Ergänzung zum EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) schlägt eine Gruppe von Unternehmen - darunter Stiebel Eltron - die Einführung eines europäischen oder regionalen CO2-Mindestpreises im Energiesektor sowie die Festlegung einer CO2-Bepreisung für die Transport- und Gebäudesektoren vor. Die Unternehmen berufen sich auf eine Studie der FTI Consulting LLP (FTI). Vorhersehbare und konsistente CO2-Preissignale werden demnach weithin als die kostengünstigste Methode angesehen, um klimafreundliche Entscheidungen von Unternehmen und Verbrauchern zu fördern.

„Ein CO2-Preis ist ein wirksames Mittel, um die Dekarbonisierung aller Sektoren voranzutreiben“, sagt Dr Nicholas Matten, Geschäftsführer von Stiebel Eltron. Laut einer Umfrage des Unternehmens unterstützt auch die Mehrheit der Bundesbürger diese Forderung: 63 Prozent der Deutschen sind für einen höheren CO2-Preis, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Wie wirkungsvoll ein CO2-Preis wäre, zeigen wesentliche Ergebnisse der FTI-Studie:

• Bei einem CO2-Mindestpreis könnten die CO2-Emissionen des Energiesektors bis 2030 um weitere 29% in den betroffenen Ländern verringert werden, während die gesamten EU-Emissionen im Energiesektor um 17% reduziert werden.

• Ein CO2-Mindestpreis reduziert die Investitionskosten: Eine geringere Volatilität der Energiepreise führt zu niedrigeren Finanzierungskosten.

• Ein CO2-Mindestpreis kurbelt die Energiewende an: Er ermöglicht es, mehr Projekte für erneuerbare Energien mit weniger finanzieller Unterstützung zu realisieren und beschleunigt den Kohleausstieg.

• Mit einem CO2-Mindestpreis werden die durchschnittlichen Strompreise auf lange Sicht nicht steigen, was die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie gewährleistet.

• Kurzfristig können mögliche Auswirkungen auf die energieintensiven Industrien durch aus dem CO2-Mindestpreis erzielte staatliche Einnahmen gemildert werden.

Die Studie wurde bereits öffentlich präsentiert und wird außerdem am 19. Dezember in Brüssel in der niederländischen Ständigen Vertretung vorgestellt.

Die gemeinsame Erklärung finden Interessierte hier: PDF.

Die Studie finden Interessierte hier: PDF.