Stiebel Eltron mit Prof. Dr. Klaus Töpfer bei parlamentarischem Frühstück in Berlin

Im Gespräch mit den Energieexperten der CDU-Fraktion

„Ich freue mich, dass wir uns hier einmal mehr zu unserem traditionellen Freitagstermin treffen. Wir haben wieder spannende Energiethemen zu diskutieren, und dafür begrüße ich ganz herzlich einerseits Prof. Dr. Klaus Töpfer, andererseits die Firma Stiebel Eltron.“ Mit diesen Worten eröffnete Thomas Bareiß, energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der CDU, die Diskussion im Rahmen des parlamentarischen Frühstücks, bei dem die Energiepreisgestaltung im Mittelpunkt stehen sollte – und Stiebel Eltron seine Position darstellen konnte.

Neben zahlreichen weiteren Abgeordneten war auch Christian Haase (links), CDU-Abgeordneter für den an Holzminden angrenzenden Landkreis Höxter-Lippe zum energiepolitischen Frühstück in Berlin mit Stiebel Eltron erschienen – wie auch (von rechts) Thomas Bareiß (Energiepolitischer Sprecher der CDU), Rudolf Sonnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Stiebel Eltron, und Professor Dr. Klaus Töpfer.

Rudolf Sonnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung, gab einen kurzen Überblick über das Unternehmen. Er betonte, dass eine weitere Elektrifizierung  der Energieversorgung die einzige Chance sei, die beschlossenen Klimaziele zu erreichen. „Leider sind aber die fossilen Energieträger im Moment komplett entkoppelt von der Finanzierung der Energiewende – da muss dringend eine Änderung erfolgen.“

Prof. Dr. Klaus Töpfer argumentierte weiter: „Völlig unabhängig davon, dass Stiebel Eltron mit seiner Wärmepumpentechnik ein beispielgebendes Unternehmen dafür ist, wie die Sektorkopplung gemacht werden kann, bin ich der festen Überzeugung, dass wir dringend die Kosten der Energiewende anders verteilen müssen. Deshalb mein Denkanstoß: Lassen Sie uns die EEG-Umlage auf alle Energieträger verteilen. Schließlich profitieren in Zukunft alle von einem Umbau des Energiesystems, der nur von einem kleinen Teil – nämlich denen, die jetzt schon auf die Elektrifizierung setzen – bezahlt werden muss.“

Der ehemalige Umwelt- und Bauminister warnte davor, die Klimaschutzziele über eine Verleugnung des Problems zu verwässern: „Ich habe große Sorge, dass Wissenschaft nicht mehr ernst genommen wird. Wir sollten viel stärker kommunizieren, dass ein Handeln für mehr Klimaschutz keine Belastung ist, sondern eine riesige Chance!“ Den Einwand, dass viele Bürger die aktuelle Politik in diesem Bereich nicht nachvollziehen können, ließ Töpfer nicht gelten: „Das genau ist ja das politische Geschäft: Notwendige Umbrüche mehrheitsfähig machen.“ Er wies darauf hin, dass Deutschland längst nicht alleine sei auf seinem klimapolitischen Weg – international gebe es zahlreiche Länder, die ähnlich handelten. „Das ist ja auch wichtig“, so der Experte, „denn die Klimaschutzaktivitäten haben sich von einer Notwendigkeit, um die Umwelt lebenswert zu erhalten, zu einem Business Case gewandelt – es geht auch um die Stärkung der Marktwirtschaft!“

Abschließend antwortete Rudolf Sonnemann auf die Frage, was sich das Unternehmen von der Klimapolitik verspreche: „Wir benötigen vor allen Dingen Planungssicherheit. Die Rahmenbedingungen, die beispielsweis im aktuellen Klimaschutzplan gesetzt werden, sind völlig richtig - sie müssen nun auch umgesetzt werden. Wir haben in den vergangenen Jahren extrem in die Wärmepumpentechnik investiert. Sicher, weil wir selbst davon überzeugt sind, dass diese Technik schon jetzt und in Zukunft das wichtigste Element der Energiewende im Wärmemarkt ist. Andererseits aber natürlich auch, weil nahezu alle Studien und politischen Erklärungen diese Aussage stützen. Diese Investitionen rentieren sich nicht in den nächsten fünf, sondern in 10, 15 oder 20 Jahren – aber nur, wenn die Politik den eingeschlagenen Kurs auch konsequent weitergeht.“