Fachwörterbuch
Zentralventilator-Lüftungsanlage oder Wohnungs-Lüftungsgerät mit ventilatorgestützt geförderter Abluft, die Zuluft strömt als unbehandelte Außenluft über ALD bzw. Undichtigkeiten in der Gebäudehülle in die Nutzungseinheiten nach.
Gibt an, in welcher Größenordnung der Absorber die eingestrahlte Wärme aufnimmt. Ein Absorptionsgrad von 0,9 besagt, dass 90 % der am Absorber ankommenden Strahlung in Wärme umgesetzt wird.
Beseitigen eines Reif- oder Eisansatzes am Verdampfer der Luft|Wasser-Wärmepumpe durch Wärmezufuhr. Bei STIEBEL ELTRON-Wärmepumpen erfolgt die Abtauung bedarfsgerecht durch den Kältekreislauf.
Ventilatorgestützte Lüftung, bei der Zuluft- und Abluftvolumenstrom den gleichen Bemessungswert besitzen (auch balancierte Lüftung).
Die Winkelabweichung des Kollektors aus der Südrichtung (α = 0°). Die Abweichung nach Osten wird als α = -90° und nach Westen als α = +90° definiert.
Zeitweilig erhöhte Lüftung (z. B. Lüfterstufe 3) eines Raumes zum Abbau von Lastspitzen, vornehmlich in Küche und Bad.
Als Bestrahlungsstärke bezeichnet man den Strahlungsfluss, der von einer Flächeneinheit empfangen wird. Ihre Einheit wird in W/m2 angegeben.
Kohlendioxid ist ein unsichtbares, geruchloses und in den üblichen Konzentrationen unschädliches Gas aus Kohlenstoff und Sauerstoff. In der Erdatmosphäre ist der Anteil des CO2 mit 0,036 % im Verhältnis zu anderen Gasen gering. Trotzdem ist es als natürliches Treibhausgas mitverantwortlich für die Temperaturen auf der Erdoberfläche, die das Leben überhaupt erst ermöglichen. Die Erhöhung der CO2-Konzentration in den letzten Jahrzehnten wird durch die Verbrennung fossiler Energieträger hervorgerufen und trägt zu einem großen Anteil zur menschengemachten Klimaerwärmung bei.
Diffuse Strahlung entsteht bei dunstiger Atmosphäre, d.h. wenn das Sonnenlicht auf Wolken oder Nebel trifft. Dann wird das Licht so zerstreut, dass es nicht geradlinig auf die Erdoberfläche treffen kann. Zwar ist die diffuse Strahlung schwächer als die direkte, sie kann aber dennoch zur Wärmeerzeugung genutzt werden.
Ist der Anteil der Sonnenstrahlung, die ohne Streuung auf die Erdoberfläche fällt. Häufigkeit und Dauer sind für die Solartechnik die maßgebenden Werte.
Der Emissionsgrad gibt an, in welcher Größenordnung der Absorber Wärme abstrahlt. Ein Emissionsgrad von 0 besagt, dass der Absorber keine Energie durch Abstrahlung an die Umgebung verliert.
Der Energieausweis zeigt die energetische Qualität von Gebäuden auf. Er gibt Informationen über den Energiebedarf des Gebäudes, die Qualität der Gebäudehülle (Dämmung, Dichtigkeit), CO2-Emissonen und die Effizienz der Wärmeerzeugung (Anlagenaufwandzahl). Weiterhin gibt er in Verbindung mit Modernisierungsempfehlungen Hinweise für kostengünstige Verbesserungen der energetischen Gebäudeeigenschaften.
Die Energieeffizienz gibt an, wie hoch der Energieaufwand ist, um einen bestimmten Nutzeffekt zu realisieren. Oft kann durch technische Maßnahmen eine Steigerung der Energieeffizienz erreicht werden, d.h. der Energieaufwand kann bei gleichem Nutzeffekt auf einen Bruchteil gesenkt werden. Beispiele hierfür sind Wärmedämmung oder der Einsatz von Energiesparlampen. Zur Energieeffizienzsteigerung zählt auch die Nutzung bisher ungenutzter Anteile der Energieumwandlung, wie z. B. Abwärmenutzung und Wärmerückgewinnung.
Die EnEV (Energieeinsparverordnung) ist ein wichtiger Teil des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung. Mit ihr sollen die energetische Qualität von Gebäuden verbessert, die CO2-Emissonen reduziert und der Anteil an erneuerbarer Energie erhöht werden. Weiterhin sollen im Gebäudebestand vorhandene Energieeinsparpotenziale verstärkt genutzt werden. Dazu gibt es Nachrüstverpflichtungen und bedingte Anforderungen im Falle von Modernisierungsvorhaben. Mit der EnEV 2007 werden Energieausweise, die die energetische Qualität von Gebäuden ausweisen, auch für Bestandsgebäude Pflicht. Für Neubauten sind sie das bereits.
Definitionsgemäß die Summe von innerer Energie und Verdrängungsarbeit. Bei Berechnungen wird immer die spezifische Enthalpie (kJ/kg) verwendet.
Einrichtung zur Übertragung von thermischer Energie vom Erdreich auf einen leitungsgebundenen Luftmassestrom (Heizfall) oder umgekehrt (Kühlfall).
Bauteil der Wärmepumpe zwischen Verflüssiger und Verdampfer zur Absenkung des Verflüssigungsdruckes auf den der Verdampfungstemperatur entsprechenden Verdampfungsdruck. Zusätzlich regelt das Expansionsorgan die Einspritzmenge des Arbeitsmediums in Abhängigkeit von der Verdampferbelastung.
Austausch von Raumluft gegen Außenluft nur über geöffnete oder gekippte Fenster, der Luftaustausch ist unkontrollierbar.
Vorrichtung in Lüftungsschächten, Haupt- oder einzelne Luftleitungen, aus denen die Luft geregelt oder ungeregelt ins Freie strömt.
Freie Lüftung über baulich bedingte Fugen, z.B. Fenster und Türen, durch Wind- und Temperaturunterschiede.
Durchmesser einer geraden Luftleitung mit rechteckigem Querschnitt, der bei gleichem Luftvolumenstrom zum gleichen Druckabfall wie eine kreisrunde Luftleitung führt.
Notwendige Lüftung (Stufe 2) zur Gewährleistung des Bautenschutzes sowie der hygienischen und gesundheitlichen Erfordernisse bei planmäßiger Nutzung einer Wohnung.
Als Norm-Heizlast eines Gebäudes wird die Wärmeleistung bezeichnet, die dem Gebäude unter Norm-Witterungsbedingungen zugeführt werden muss, damit sich die geforderten Norm-Innenraumbedingungen einstellen.
Alle STIEBEL ELTRON-Absorber in den Solarkollektoren sind zur Steigerung der Effektivität hoch selektiv beschichtet. Durch diese speziell aufgebrachte Beschichtung ist der Absorptionsgrad sehr hoch (ca. 96 %). Die Emission (Abstrahlung) der langwelligen Wärmestrahlung wird dabei weitgehend vermieden. Die hoch selektive Beschichtung ist sehr beständig.
Durchmesser einer Luftleitung mit nicht rundem Querschnitt, der bei einer gleichen Strömungsgeschwindigkeit zum gleichen Druckabfall wie eine kreisrunde Luftleitung führt.
Gesamtheit der Maßnahmen, die der Erhaltung und Förderung des physiologischen und physischen Wohlbefindens und der Erhaltung der Gesundheit des Menschen dienen.
Die Jahresarbeitszahl ist die innerhalb eines Jahres von der Wärmepumpe abgegebene Wärmemenge im Verhältnis zur zugeführten elektrischen Arbeit. Die Jahres-Arbeitszahl ist ein Maßstab für die Effizienz von der Wärmepumpenanlagen.
Stoff mit niedriger Siedetemperatur, der in einem Kreisprozess durch Wärmeaufnahme verdampft und durch Wärmeabgabe wieder verflüssigt wird.
Ist die Luftzirkulation die bei einer Temperaturdifferenz zwischen der Glasscheibe des Kollektors und dem heißen Absorber erzeugt wird.
Der Konversionsfaktor oder optischer Wirkungsgrad η0 gibt an, wie viel Prozent der Sonnenstrahlung maximal vom Kollektor in nutzbare Wärme umgewandelt werden kann.
Sich ständig wiederholende Zustandsänderungen eines Arbeitsmediums durch Zufuhr und Abgabe von Energie in einem geschlossenen System.
Quotient aus Heizleistung und Verdichter-Antriebsleistung. Die Leistungszahl kann nur als Momentanwert bei einem definitiven Betriebszustand angegeben werden. Da die Heizleistung stets größer ist als die Verdichter-Antriebsleistung, ist die Leistungszahl immer > 1.
Grafische Darstellung der thermo-dynamischen Eigenschaften von Arbeitsmedien. (Enthalpieh, Druck p).
Luftfilter dienen dazu, Schmutz aus der Luft abzuscheiden. Filter sind mit unterschiedlichen Abscheidegraden erhältlich. Generelle Mindestqualität für Wohnungslüftungsanlagen sind Filter der Klasse G3, in denen gröbere Verunreinigungen überwiegend abgeschieden werden. Im Zuluftbereich kann durch den Einsatz von Feinfiltern (Filterklasse F5 oder F7) eine sehr hohe Luftqualität erzielt werden. Jeder Filter stellt einen Strömungswiderstand dar und vergrößert deshalb die elektrische Leistungsaufnahme der Lüfter. Filter sollten auch unter diesem Aspekt sorgfältig ausgewählt und dimensioniert werden. Da Filter regelmäßig zu inspizieren und zu reinigen bzw. auszutauschen sind, müssen sie gut zugänglich montiert sein. Eine Filterzustandsanzeige erleichtert die Überwachung.
Zustandsbeschreibung der Hüllkonstruktion hinsichtlich ihrer (Luft-) Durchlässigkeit; Wird angegeben als n50-Wert (Luftwechsel bei 50 Pa Über- bzw. Unterdruck). Synonym für möglichst geringe Durchlässigkeit; Antonym: Undichtigkeit.
Öffnung im Raum (Wand oder Decke), durch die Luft ab- oder zuströmen kann (z.B. Gitter oder Ventil).
Verhältnis des momentanen Wasserdampf- Anteils der Luft, bezogen auf den größtmöglichen Wert bei ent-sprechender Temperatur in % r. F.
Ständig notwendige Lüftung (Stufe 1), die unter üblichen Nutzungsbedingungen (Feuchte- und Schadstofflasten) Mindestanforderungen an die Raumluftqualität erfüllt.
Die im Dauerbetrieb unter definierten Bedingungen maximal mögliche elektrische Leistungsaufnahme der Wärmepumpe. Sie ist nur für die elektrische Installation an das Versorgungsnetz maßgebend und wird vom Hersteller auf dem Leistungsschild angegeben.
Als Niedrigenergiehaus bezeichnet man Häuser, die bezogen auf die WSVO 95 (Wärmeschutzverordnung von 1995) ein um min. 25 % niedrigeren Jahres-Heizwärmebedarf haben. Niedrigenergiehäuser haben somit einen Jahres-Heizwärmebedarf von 40 bis 70 kWh/(m2a). Der Wärmeverlust wird durch einen erhöhten Wärmeschutz der Gebäudehülle sowie die konsequente und gezielte Nutzung von Umweltwärme und Wärmerückgewinnung reduziert.
Das Passivhaus ist der weltweit führende Standard beim energiesparenden Bauen: Die Energieeinsparung beim Heizen beträgt über 80 % gegenüber den gesetzlich vorgeschriebenen Neubau-Standards. Die Heizkosten betragen nur 10 bis 25 € pro Monat. Der Heizwärmebedarf liegt im Passivhaus unter 15 kWh/(m2a) (bezogen auf die Wohnfläche).Passivhäuser erreichen die enorme Energieeinsparung durch besonders energieeffiziente Bauteile und durch Lüftungstechnik: Am Komfort wird nicht gespart, der wird sogar spürbar verbessert. Die Bauweise ist nicht auf bestimmte Gebäudetypen beschränkt, es gibt z.B. auch Umbauten und Sanierungen, bei denen der Passivhausstandard erreicht wurde.
Freie Lüftung von einer Seite eines Gebäudes zu einer anderen, durch z.B. Fugen oder offene Fenster, vorwiegend durch Winddruck her vor gerufen.
Eine Wärmepumpe benötigt keinen Schornstein. Ist also bereits ein Schornstein vorhanden, empfiehlt sich eine schriftliche Mitteilung an den Schornsteinfeger. So kann man sich die jährlichen Gebühren sparen.
Frostsicheres Gemisch aus Wasser und Frostschutzkonzentrat auf Glykol-Basis für den Einsatz in Erdwärmekollektoren oder Erdwärmesonden bei Sole|Wasser-Wärmepumpen.
Beim Einsatz einer Wärmepumpe kann häufig ein kostengünstiger Wärmepumpentarif genutzt werden. Dabei kann, nach den bundesweit geltenden Sondertarifbestimmungen, die Wärmepumpe für 3 x 2 Stunden am Tag durch das Elektro-Versorgungs-Unternehmen gesperrt werden. Dieses wird durch die Elektroversorger unterschiedlich gehandhabt.
Luftzustand, bei dem die Luft keinen Wasserdampf mehr auf nehmen kann (100 % r. F. Sättigung). Wird bei diesem Zustand die Lufttemperatur weiter gesenkt, kommt es zur Schwitzwasserbildung.
Telefonieschall entsteht durch die Schallübertragung von einem Raum in einen anderen durch ein Rohrleitungssystem einer Lüftungsanlage. Durch den Einsatz von Telefonieschalldämpfern oder geeignete Luftleitungssysteme kann dieser minimiert werden.
Bereich zwischen zwei Räumen einer Wohnung, wo durch Druckunterschied Luft überströmt (vom Zuluftbereich zum Abluftbereich).
Wärmeaustauscher einer Wärmepumpe, in dem ein Wärmestrom durch Verdampfen eines Arbeitsmediums der Wärmequelle entzogen wird.
Maschine zur mechanischen Förderung und Verdichtung von Dämpfen und Gasen. Unterscheidung nach Bauarten.
Wärmeaustauscher einer Wärmepumpe, in dem ein Wärmestrom durch Verflüssigung eines Arbeitsmediums an den Wärmeträger abgegeben wird.
Mit der Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des einem System zugeführten wärmeübertragenden Mediums (z. B. Wasser). Die Temperatur des aus dem System fließenden Mediums nennt man dementsprechend Rücklauftemperatur.
Der Wärmebedarf besagt, welche Heizleistung erfoderlich ist, um ein Gebäude oder einen Raum auf einer definierten Mindesttemperatur zu halten.
Verhältnis der vom Lüftungsgerät zur Nutzung bereitgestellten Enthalpie zur Enthalpiedifferenz der beiden massengleichen Fluidströme bei Eintrittszustand in ein Gerät einschließlich von Mehrungen, z.B. durch eine Frostschutz-/Tauvorrichtung.
Maschine, die einen Wärmestrom bei niedriger Temperatur aufnimmt (kalte Seite) und mittels Energiezufuhr bei höherer Temperatur wieder abgibt (warme Seite). Bei Nutzung der „kalten Seite“ spricht man von Kühlmaschinen, bei Nutzung der „warmen Seite“ von Wärmepumpen.
Anschlussfertiges Gerät, bei dem der komplette Kältekreislauf mit Sicherheits- und Steuerungskomponenten hergestellt und geprüft wird.
Einrichtung zum Entzug der Wärme aus einer Wärmequelle und dem Transport des Wärmeträgers zwischen Wärmequelle und „kalter Seite“ der Wärmepumpe einschließlich aller Zusatzeinrichtungen.
Die Wärmeträger-Flüssigkeit befindet sich in den Rohren des Solarkreislaufs. Im Absorber des Kollektors wird die Flüssigkeit erwärmt, zum Speicher transportiert, um dann das im Speicher befindliche Wasser zu erhitzen. Dabei kühlt sich die Flüssigkeit wieder ab und kann im Kollektor erneut erwärmt werden.
α0 ist der konstante Anteil des Wärmeverlustes eines Kollektors und wird sonst als k-Wert bezeichnet. α1 ist der quadratische Anteil des temperaturabhängigen Wärmeverlustes. Als Aussage über die Wärmeverluste eines Kollektors ist nur die Angabe beider Werte sinnvoll. Je niedriger diese Werte sind, desto besser ist es.
Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von abgeführter Leistung zu zugeführter Leistung. Ein hoher Wirkungsgrad bedeutet geringe Verluste und eine besonders gute Ausnutzung der zugeführten Energiemenge.
Zentralventilator-Lüftungsanlage bzw. Wohnungslüftungsgerät mit ventilatorgestützt geförderter behandelter Zu- und Abluft.
Wohn- bzw. Aufenthaltsbereiche, in denen Zuluft eingeblasen wird (z.B. Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer).




