Ist eine Lüftungsanlage wirklich notwendig?
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Ja, denn der freie Luftwechsel im Neubau liegt mit ca. 0,2 h-1 bei geschlossenen Fenstern und Türen deutlich unter den Anforderungen. Der hygienische Luftwechsel kann über die Fugenlüftung nicht sichergestellt werden.
Auch die Fensterlüftung scheint nicht die clevere Lösung zu sein. Denn um über die Fenster 'richtig' zu lüften, sollten alle 2 Stunden die Fenster im Haus vollständig geöffnet werden, Tag wie Nacht. Die Stoßlüftungsstrategie ist somit wenig praktikabel. Auch der Luftwechsel selbst ist schwer einzuschätzen. Denn je nach Windverhältnissen und Temperaturunterschieden variiert der Luftwechsel sehr stark und kann zudem hohe Energieverluste verursachen.
Zum anderen ist die Durchströmungsrichtung häufig ungünstig, das heißt Gerüche und Feuchtigkeit können von Küche und Bad in die Wohnräume gelangen. Auch im Punkt Verdunstung können mit der Stoßlüftung Feuchteschäden nicht zuverlässig verhindert werden, da Feuchtigkeit im Mobiliar und in Einrichtungen gepuffert wird.
Von angekippten Fenster ist neben stark variierenden Luftwechseln aufgrund von Zugerscheinungen, Lärmübertragung sowie überhöhten Energieverbräuchen abzuraten.
Mit einer kontrollierten Wohnungslüftungsanlage kann die hygienisch erforderliche Lufterneuerung im Gebäude mit einem Minimum an Lüftungswärmeverlusten realisiert. Eine gute Raumluftqualität wird unabhängig vom Verhalten des Nutzers sichergestellt.


